Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Natalie:
So geht Spannungsroman - top
Was du vergessen musst von Monika Lüthi
Lena wacht im Krankenhaus auf, nachdem sie bei einer Bergtour zu Sturz kam. Panisch merkt sie, dass ihr die letzten zwei Jahre ihres Lebens komplett fehlen. Plötzlich ist sie verheiratet und Mutter einer Tochter. Gerade sie, die eigentlich nie Kinder wollte. Auch das Heimkommen fühlt sich falsch an und nachdem sie eine anonyme Drohung entdeckt, welche sie kurz vor ihrem Sturz bekommen hat, kann sie nicht anders, als nochmal die Route in den Schweizer Bergen zu gehen…um sich zu erinnern und Antworten zu finden, warum sie ein so anderes Leben lebt, als sie es in Erinnerung hat…
Meine Erwartungshaltung zu Monikas drittem Buch war ziemlich hoch und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.
Monika schafft es gekonnt, das so schwierige Thema Amnesie einfühlsam zu thematisieren und gleichzeitig mit der bedrückenden Atmosphäre in den malerischen Bergen aber den Spannungsbogen permanent hoch zu halten. Auch das Thema Kinder(-wunsch) wird behutsam, aber ehrlich beleuchtet. Die Figuren sind dabei so unterschiedlich wie auch authentisch dargestellt, wodurch man sich beim Lesen automatisch mitten im Setting von Lenas Suche wiederfindet. Ich konnte die klare Bergluft riechen, den Wind auf meiner Haut spüren und das Bergpanorama vor mir sehen - besser gehts ja nicht, wenn man ein Buch liest.
Liebe Monika, ein absolut toller Spannungsrom, der dir wieder gelungen ist. Dafür eine große Leseempfehlung von mir.
Berührend
Glow Like Northern Lights (Strong Hearts 1) von Sarah Stankewitz
Als Lillys herzkranker Zwillingsbruder stirbt, hält sie es zuhause nicht mehr aus. Sie nimmt daher ihren ganzen Mut zusammen und fliegt zu Aron nach Island, der Einzige, der ihr in den Monaten davor Halt geben konnte. Die beiden haben sich online in einem Forum für Angehörige herzkranker Menschen kennengelernt.
Die erste persönliche Begegnung verläuft zunächst aber nicht wie erhofft. Erst als Lilly vom Tod ihres Bruders erzählt, versucht Aron alles um sie zu trösten. Die landschaftliche Schönheit Islands, als auch Aron selbst tragen dazu einiges bei…
Die Geschichte von Lilly und Aron hat mich von der ersten Seite an berührt. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie überwältigend die Trauer um den eigenen Bruder sein muss und gleichzeitig auch die leisen Schuldgefühle, dass man selber noch da ist und all das Erleben kann, wovon man geträumt hat. Umso schöner finde ich, dass Lilly wirklich nach Island fliegt. Die Zeit dort ist definitiv auch sehr emotional, aber auch im positiven Sinne. Die Wendung, welche kurz vor Schluss kommt, hatte ich zwar irgendwann vermutet, aber trotzdem gehofft, dass es nicht so kommt. Auf jeden Fall freue ich mich sehr auf den zweiten Band und wie es weitergeht. Leseempfehlung von mir für dieses berührende Buch.
Buch für zwischendurch
Insight – Dein Leben gehört mir von Antonia Wesseling
Valerie Sophie ist eine erfolgreiche Influencerin, die dafür kämpfen musste, um hierhin zu gelangen. Ihre Vergangenheit soll dabei keine Rolle spielen, da sie fürchtet, dass sie viele dann mit anderen Augen sehen würden. Als dann ein Stalker und Drohbriefe auftauchen, in denen gedroht wird, ihr kleines Geheimnis zu lüften, wendet sie sich an Paul, einen ehemaligen Mitschüler, der mittlerweile Polizist ist.
Die beiden kommen sich dabei näher als gedacht…
So ganz konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Ich fand Valerie Sophie als Hauptprotagonistin ziemlich unsympathisch und oberflächlich und auch ihre aufbauende Beziehung zu Paul konnte mich nicht wirklich catchen. Es ging mir auch zu viel zwischen einzelnen Themen hin und her, wodurch etwas die Tiefe fehlte. Gut dargestellt fand ich die ganze Influencer-und Social Media-Welt und auch der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen. Es gab definitiv spannende Momente im Buch und auch das Ende hat mir gut gefallen und passt auch zu Valerie Sophie als Person - alles in allem aber leider nicht ganz so meins. Trotzdem werde ich die Autorin im Auge behalten.
Was ist damals wirklich passiert?
Wenn sie lügt von Linus Geschke
Norah und ihre Freunde waren damals eine eingeschworene Clique bis sie sich in den vier Jahre älteren David verliebte. Die Beziehung hat nicht lange gehalten, kurz darauf tötet David ein Pärchen und stirbt später bei der Flucht. All das hat die Clique damals auseinander fallen lassen. Jetzt, 20 Jahre danach, kehrt Goran, Norahs bester Freund aus Kindheitstagen, nach Waldesroda zurück.
Norah erhält Drohbriefe, die klingen, als würden sie von David stammen. Goran und Norah müssen sich ihrer Vergangenheit stellen..
Der Thriller baut kontinuierlich Spannung auf und lässt den Leser rätseln, welche Geheimnisse von damals ans Licht kommen. Die abwechselnden Sichtweisen als auch die Rückblicke in den Sommer 2004 erzählen nach und nach die Geschehnisse und so manches wird klarer, nicht jedoch wer denn nun der Täter sein könnte. Viele Spuren verlieren sich wieder und werden durch neue Wendungen ersetzt. Ich hatte dann irgendwann einen leisen Verdacht, der sich schlussendlich auch bestätigt hat. Manche kleine Längen oder Wiederholungen hätte es aus meiner Sicht nicht gebraucht, jedoch hat es mein Gesamt-Leseerlebnis nicht wesentlich beeinflusst und gebe eine Leseempfehlung aus.
genial zu lesen
Krähentage von Benjamin Cors
Ein neu gegründetes Ermittlungsteam mit zwei ehrgeizigen Ermittlern an der Spitze. Doch Jakob und Mila bleibt mit ihrem Team keine Zeit, um sich einzurichten, denn bereits am ersten Tag wird die Gruppe 4 gefordert. Sie kommen zu einem Tatort mit der Leiche einer älteren Frau, die nachweislich nach ihrem Tod noch lebend gesehen wurde.
Kurz darauf dasselbe bei einem Studenten. Als wäre das nicht genug, hinterlässt der Täter bei den Opfern Krähen… Krähen, die ausgehungert sind… und eine Botschaft hinterlassen. Die Jagd gegen die Zeit und dem Täter läuft…
Bereits die Leseprobe konnte mich begeistern und ich wurde dann in weiterer Folge über den gesamten Thriller hinweg nicht enttäuscht. Rasant, raffiniert und in manchen Details auch grausam, lässt uns Benjamin Cors in den Fall einsteigen. Das Ermittlerteam besteht aus interessanten und sehr unterschiedlichen Menschen, welche so aber schon nach kurzer Zeit eine starke Einheit bilden. Der Täter ist uns Lesern bald bekannt, was jedoch die Spannung keineswegs trübt. Stattdessen erhöhen die abwechselnden Sichten vom Täter und dem Ermittlerteam genau diese. Die Auflösung hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich dieses zusätzliche Geheimnis bei Jakob nicht gebraucht hätte, das war tatsächlich fast scho zu viel des Guten. Das Ende lässt aber definitiv hoffen, dass es weitere Bände mit der Gruppe 4 geben wird. Große Leseempfehlung von mir.
Mutig sein für Veränderung
Liebesglück unterm Sternenzelt von Heidi Troi
Sierra arbeitet in der Softwareentwicklung in New York, merkt aber zusehends, dass sie durch ein Leben rauscht, welches sich nicht richtig anfühlt. Außerdem plagen sie schon längers große Schuldgefühle. Kopflos fährt sie mit dem Auto drauflos, landet in der Nähe vom kleinen Städtchen Valentine im Graben.
Dort findet sie Hunter, der zunächst absolut zuvorkommend und hilfsbereit ist, um sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Bis er dann erkennt, wen er da gerettet und in seine Hütte mitgenommen hat…Sierra Sharp, die seinen besten Freund auf dem Gewissen hat…
Heidi Troi gelingt es wunderbar, die vielen Seiten des Lebens einzufangen und die Emotionen der Protagonisten so nachvollziehbar darzustellen. Sowohl Hunter als auch Sierra plagen große Schuldgefühle, haben jedoch einen komplett gegensätzlichen Umgang damit - Rückzug in die Natur vs. weiterhin Vollgas in der Großstadt. Die Entwicklung und vor allem die Erkenntnisse, welche sie im Laufe des Romans durchlaufen, nehmen den Leser auf eine aufwühlende Lesereise mit, welche die Sweet-Valentine-Reihe der Autorin so lesenswert machen.
Wenn die Vergangenheit dich einholt…
Sie hat angefangen von Sian Gilbert
Völlig überraschend werden die vier Freundinnen Annabel, Esther, Tanya und Chloe von ihrer ehemaligen Mitschülerin Poppy in die Karibik eingeladen, um auf einer Privatinsel deren Hen Party zu feiern. Und das, obwohl Poppy nie zu ihrer Clique dazugehörte und die Außenseiterin blieb. Die Vier sind jedoch viel zu sehr darauf aus, sich den Luxus zu gönnen und hinterfragen so nicht weiter, warum genau Poppy sie plötzlich einladen sollte, um mit ihnen zu feiern.
Das war der erste große Fehler von ihnen…
Der Thriller überzeugt mit einem spannenden Setting in der Gegenwart, welches immer wieder durch Rückblicke in die Schulzeit von Poppy erweitert wird. Schnell wird klar, dass Poppy keine glückliche Zeit am Gymnasium hatte und die Vier einen großen Anteil daran. Aber auch zwischen den Freundinnen ist von der damaligen Freundschaft nicht mehr so viel über, jede von ihnen hat Geheimnisse von den anderen. Ein perfides Katz und Maus Spiel beginnt und die karibische Idylle wird zum absoluten Albtraum. Obwohl ich bald mal eine Vermutung hatte und sich diese zum Schluss auch als richtig rausgestellt hat, blieb die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht.
Ein Thriller, der zeigt, dass so manches dunkles Geheimnis und schäbiges Verhalten nicht ungesühnt bleibt…
Leseempfehlung von mir.
Waldidylle? Fehlanzeige
Das Baumhaus von Vera Buck
Henrik und Nora wollen gemeinsam mit ihren Sohn Fynn ein paar Wochen im schwedische Västernorrland verbringen. Dort steht das etwas in Vergessenheit geratene Häuschen von Henriks Opa. Sie wollen es wieder auf Vordermann bringen, um es zukünftig als Ferienhütte zu nutzen. Doch schon bald nach ihrer Ankunft spüren sie eine unterschwellige Bedrohung, welche das Häuschen und den Wald umgibt.
Als dann in der Nähe ein Kinderskelett gefunden wird und kurz darauf Fynn spurlos verschwindet, ist nichts mehr von der Bullerbü-Atmosphäre übrig…
Der Thriller startet schon mit dem Prolog extrem spannend und diese lässt das gesamte Buch nicht mehr nach. Die vermeintliche Idylle währt nur kurz, bevor es in den Tiefen der Wälder zu beklemmenden Szenen kommt, das Baumhaus mitten auf einer Lichtung ist nur eine davon. Es wird dabei aus der Sicht von mehreren Protagonisten erzählt, welche nach und nach Vergangenes mit der Gegenwart verknüpfen. Vera Buck schafft es dabei so ziemlich jeden verdächtig wirken zu lassen und so hat man beim Lesen lange Zweifel, wen man überhaupt noch trauen kann. Das beklemmende Setting des Waldes, die verschiedenen, extrem gut gezeichneten Charaktere und deren Sichtweisen sowie der tolle Schreibstil haben mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen, ich musste es einfach in einem Rutsch durchlesen. Hat mir letztes Jahr „Wolfskinder“ schon sehr gut gefallen, ist der Autorin mit ihrem aktuellen Thriller aus meiner Sicht wieder ein unglaublich tolles Buch gelungen. So mag ich meine Thriller - große Leseempfehlung von mir.
Reihenauftakt mit viel Italien-Flair
Was der See birgt von Lenz Koppelstätter
In der neuen Reihe von Lenz Koppelstätter lernen wir Gianna Pitti kennen, Polizeireporterin beim Messaggero di Riva. Als ein Toter aus dem Gardasee gezogen wird, ist sie eine der ersten vor Ort. Entsetzt stellt die fest, dass sie den Toten kennt.. sie stürzt sich in ihre Recherchen, unterstützt von ihrem Onkel Francesco und ihrer Chefredakteurin Elvira, welche sie in ungeahnte Tiefen der italienischen Geschichte als auch in persönliche Belange führt…
Dem Charme des Gardasees entkommt man einfach nicht - das Setting ist (abgesehen vom
Mord ;-) toll und man ist gefühlt direkt mit Gianna vor Ort.
Der Krimi wird abwechselnd aus den Sichten von Gianna, ihrem Onkel und Elvira erzählt, was mir sehr gefallen hat. Auch die Charaktere an sich finde ich gut herausgearbeitet, vor allem den Marchese, Giannas Onkel, habe ich mit seiner etwas eigenwilligen Art wunderbar gefunden. In den ersten Abschnitten lernt man die Hauptprotagonisten gut kennen, bevor dann der Kriminalfall Fahrt aufnimmt. Gerade im letzten Teil passiert dann aber sehr viel und gefühlt alles auf einmal, da hätte ich mir mehr Buchseiten dafür gewünscht, um auf manches ausführlicher eingehen zu können. Da hoffe ich sehr, dass das beim nächsten Band anders sein wird, so wurde man gefühlt etwas durch den letzten Tag „gepeitscht“.
Für mich ein durchaus gelungener Reihenauftakt mit ein paar kleinen Schwächen.
Inspirierende Reise
Was der See birgt von Lenz Koppelstätter
Mit ihrem Buch nimmt uns Diana Mekonen auf eine ganz persönliche Reise mit - kurz vorm Burnout kündigt sie 2023 ihren sicheren Job, um endlich zu sich selbst und ihren wahren (beruflichen) Träumen zu finden. Auf ihrer Reise nach Peru kommt sie genau dem immer näher und lernt sie sich selbst wieder kennen, nimmt ihre Herzenswünsche wieder wahr und kommt mit ganz konkreten Zielen wieder nach Hause.
Man merkt beim Lesen auf jeder Seite, wie wichtig der Autorin das Thema und somit ihre Herzenswünsche sind. Raus aus dem Funktionieren, raus aus dem Stress. Mit Begeisterung nimmt sie uns mit nach Peru, zu all den bezaubernden Orten, bringt uns die Kultur näher und zeigt mit ihrer eigenen Reflexion, ihrem Wunsch nach Veränderung, dass sich der Mut dafür definitiv auszahlt. Gefallen haben mir auch die kleinen Peru-Informationsblöcke zu Beginn jedes Kapitels.
Ein paar Bilder hätten das Ganze noch besser abgerundet. Gern hätte ich etwas mehr Tiefe gehabt, was sich aber nicht mit der Seitenanzahl vereinbaren lässt. Ich empfehle das Buch allen, die Inspiration suchen, das eigene Leben wirklich zu leben, den Mut zu finden, den ersten Schritt zu sich selbst und seinen wahren Träumen zu finden.
3,5* von mir.










