Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Natalie:
ein etwas anderer Thriller
Himmelfahrt von Nicholas Binge
Worum gehts?
Ein Berg, höher als alles bisher da gewesene, taucht plötzlich im Pazifik auf. Eine erste Expedition zum Gipfel scheitert, nur zwei überleben. Der Wissenschaftler Harold Tunmore wird gemeinsam mit weiteren klugen Köpfen für eine zweite Expedition am Berg berufen - alles jedoch absolut geheim, nur notwendigste Informationen werden mit den Teilnehmern geteilt.
Harolds größtes Motiv für diese Militär geführte Operation ist jedoch nicht nur der wissenschaftliche Ansatz oder die Neugierde dieses unerklärliche Phänomen zu knacken, sondern seine Ex-Frau.. sie ist eine der Überlebenden und noch am Berg. Am Berg lauern jedoch Gefahren, die alles übersteigen, was sich der menschliche Geist vorstellen kann…
Mein Fazit:
„Erträgt dein Verstand, was deine Augen sehen?“ Dieses Zitat vom Buchrücken fasst den Thriller ziemlich gut zusammen. Als Leser muss man offen sein für Unerklärliches, teilweise auch Unverständliches - kurz gesagt, man muss sich auf Harolds Geschichte einlassen. Sonst wird man mit dem Buch wahrscheinlich nicht glücklich. Harolds Erlebnisse werden in Form von Briefen an seine Nichte erzählt, die zum großen Teil erst nach seinem Suizid vom Bruder gefunden werden. Wissenschaftsthriller, SciFi oder doch einfach Horror? Dazu sollte sich jeder ein eigenes Urteil bilden. Ich glaube, dass die Meinungen zu diesem Thriller stark auseinander gehen werden, mich konnte Nicholas Binge aber gut unterhalten, nach kurzen Anlaufschwierigkeiten zu Beginn (war etwas verwirrend) konnte mich das Geschehen fesseln und ich lies es einfach mal zu und auf mich wirken. Es war definitiv was anderes, zu den Thriller, die ich sonst lese, aber auch beim Lesen darf es gern mal wieder was Neues sein. Leseempfehlung von mir für offene LeserInnen.
eiskaltes Verbrechen
Die eiskalte Kammer: Thriller von Catherine Shepherd
Worum gehts?
Eine junge Frau kracht mit ihrem Auto gegen eine Straßenlaterne. Was zunächst wie ein tragischer Verkehrsunfall aussieht, wird schnell zur Sache von Kriminalkommissar Florian Kessler und seiner Partnerin Rechtsmedizinerin Julia Schwarz. Die Frau war nicht nur vorm Unfall bereits tot, sondern wurde jahrelang tiefgefroren.
Während noch versucht wird, diesen bizarren Mord aufzuklären, taucht ein weiteres Opfer auf, das unübersehbare Parallelen aufweist und es beginnt ein Lauf gegen die Zeit…
Mein Fazit:
Auch der neue Fall von Julia und Florian lässt das Thriller-Leseherz höher schlagen. Ungemein spannend und mit hohem Tempo wird das Geschehen erzählt - man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Catherine Shepherd hat es wieder mit Bravour geschafft, einen tollen Thriller zu konstruieren, der einem bis zum Schluss in Atem hält. Zahlreiche Wendungen, aber auch die privaten Einblicke zu Julia und Florian lassen den Thriller sehr lebendig und authentisch wirken. Eine große Leseempfehlung von mir.
ein Jahr im Zeichen der acht Jahreszeiten
Zwischen ewigem Sommer und tiefster Nacht von Bernadette Olderdissen
Worum gehts?
Bernadette Olderdissen, Autorin und Journalistin, erfüllt sich mit dem Jahr in Nordschweden einen Traum - sie zieht in ein 200-Seelen-Dorf am Polarkreis und erlebt dort die acht Jahreszeiten des lappländischen Kalenders im Norden Schwedens. Raus aus der Großstadt, rein ins Dorfleben.
Ihre Erfahrungen teilt sie in ihrem Buch mit den LeserInnen.
Mein Fazit:
Was für ein toller, authentischer und besonderer Reisebericht. Nicht nur die insgesamt acht Jahreszeiten mit ihren ganz eigenen Gesetzen und Ritualen (auch rund um die Rentiere) begeistern beim Lesen, sondern ebenso die vielen kleinen Anekdoten. Bernadette schildert, wie sie in ihrer ersten Zeit in Schweden in der Natur zur Ruhe kommt, um spätestens im Frühlingswinter wieder langsam die Energie des Erwachens zu spüren. Außerdem lernt man so vieles Interessantes rund um die Natur und deren tierischen Bewohnern, aber auch, was man für sich selber im Alltag mitnehmen kann. Dabei wird das Leben in dem kleinen Dorf nicht beschönigt, sondern authentisch und ehrlich dargestellt. Bilder zu jeder der acht Jahreszeiten runden das Buch ab. Ich hab absolute Reiselust bekommen und kann das Buch von ganzem Herzen empfehlen.
erfrischend anders
Unfollow Stella von Ellen Dunne
Worum gehts?
Patsy Logan, Münchner Kriminalhauptkommissarin, befindet sich in einer beruflichen und privaten Auszeit in Dublin. In ihr ganz persönliches Chaos platzt Sam Feurstein, Polizeiattaché in der österreichischen Botschaft in Dublin, und bittet sie um Hilfe - eine junge Frau ist verschwunden.
Gemeinsam versuchen sie die Tage vor Stellas Verschwinden zu rekonstruieren und geraten dabei in eine gefährliche Community…
Mein Fazit:
Ellen Dunne‘s erfrischend anderer Schreibstil macht für mich die Reihe rund um Patsy Logan so lesenswert. Dabei schafft sie es spielend leicht, die Spannung bis zur letzten Seite aufrechtzuerhalten. In Kombination mit der Figur Patsy ergibt sich eine unschlagbare Kombination - man muss ihre unangepasste und direkte Art einfach lieben. Auch das vorherrschende Thema in diesem Band ist aktueller denn je - die Untiefen der virtuellen Welt und sozialen Medien. Der Fall wird absolut schlüssig aufgelöst - bitte mehr davon. Eine große Leseempfehlung von mir.
Liebe und andere Herausforderungen in Japan
Die Melodie von rotem Ahorn von Sven Jähnel
Worum gehts?
Nick bekommt durch eine Geschäftsreise endlich die Chance nach Japan zu fliegen und somit dort, wo seine Mutter herkommt, nach seinen Wurzeln zu suchen. Womit er nicht rechnet, ist sich zu verlieben - nicht nur ins Land, die Kultur und Natur (vor allem Mojimi, dem leuchtend roten Ahorn), sondern auch in Lisa, die er zufällig kennenlernt.
Schnell entwickeln beide Gefühle füreinander, aber auch Zweifel, ob diese nicht wieder verfliegen, wenn Nicks Geschäftsreise und somit seine Zeit in Japan viel zu schnell zu Ende geht…
Mein Fazit:
Die Reise nach Japan war ein Lesegenuss. Was mir an Sven Jähnels Bücher so gut gefällt, sind die tollen und vor allem authentischen Einblicke in die Kultur des jeweiligen Landes. Es geht nicht um abgedroschene Klischees, sondern wie es wirklich ist und man lernt als Leser einiges. Die Kombination aus tiefen, echten Einblicken in die Kultur und Landschaft, sowie den Gefühlen und Emotionen der Protagonisten macht das Buch für mich so lesenswert. Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus Nicks und Lisas Sicht erzählt wird, kann man sich noch besser im die jeweiligen Situationen reinfühlen und man begleitet die beiden sehr gern - es sind die Kleinigkeiten, die großes bewirken.
Alles in allem ein absolutes Wohlfühlbuch und eine große Leseempfehlung von mir.
tolles Debüt der Autorin
The Sky Above Us von Maja Schendel
Worum gehts?
Sky und Knox - beide wissen was sie wollen und könnten doch in einigem nicht unterschiedlicher sein. Sky will eine erfolgreiche Regisseurin und dafür an der AFI angenommen werden. Knox liebt seine Freiheit und das Klettern. Sky will nie wieder wen verlieren, Knox will sich an niemanden binden.
Der Filmdreh zum free solo von Knox am El Cap im Yosemite Park bringt für beide eine Riesenchance. Nur deshalb sagt Sky zu, auf Knox Wunsch Regie zu führen. Noch wissen sie nicht, welchen Herausforderungen und Gefühlen sie sich stellen müssen…auch der Frage, was sie wirklich wollen.
Mein Fazit:
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht - was für ein toller Roman. Genau die richtige Mischung aus Romance, Natur und Sport. Mit Sky und Knox findet man zwei Hauptcharaktere vor, die man einfach mögen muss. Absolut authentisch und perfekt unperfekt. Die Emotionen aller - auch den weiteren Protagonisten- werden toll dargestellt und zum Leser transportiert. Ich habe mir nicht nur einmal gedacht, genauso würds mir in dem Moment auch gehen. Stück für Stück werden die schwierigen Momente von Sky aber auch Knox aus deren Vergangenheit aufgearbeitet, welche sich bis heute auf ihr Leben enorm auswirken. Toll abgerundet wird der Dreh mit der unglaublich schönen Natur des Yosemite Nationalparks. Auch wer noch nicht selbst vor Ort war, hat sofort Kopfkino zur Natur. Und nicht zuletzt fiebert man bei jedem Griff von Knox mit… schafft er es? Gelingt der free solo Versuch? Ein Scheitern hängt wie eine Wolke über dem Ganzen und verleiht dem Roman so auch enorm Spannung.
Eine große Leseempfehlung von mir - man muss definitiv kein Freeclimbing Fan zu sein, um das Buch zu lieben.
Die Suche nach sich selbst
Die Bücherjägerin von Elisabeth Beer
Worum gehts?
Wir begleiten Sarah, Restauratorin, Bücherjägerin und Kartensammlerin, die nach dem Tod ihrer Tante Amelia versucht ihre gemeinsame Berufung weiter aufrecht zu erhalten. Sarah zieht sich jedoch komplett in der Villa zwischen all den Büchern zurück. Erst als der Bibliothekar Ben vor ihrer Tür steht und eine eigentlich unglaubliche Geschichte über einen verlorenen Kartenteil und ihrer Tante erzählt, kann sie nicht anders, als sich mit ihm auf die Suche zu begeben…
Meine Fazit:
Das Buch klingt nach dem Traum aller Bücherverrückten wie ich es bin und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut.
Ich hatte irgendwie eine ganz konkrete Erwartung daran, die sich aber als falsch herausstellte (was per se nichts Negatives ist) - ich dachte an eine aufregende Suche nach der Karte mit überraschenden Wendungen, jedoch war diese dann gefühlt nur ein Nebenschauplatz, der sich aber trotzdem irgendwie als roter Faden durchs Buch zog. Es ging vielmehr um Sarahs Reise zu sich selbst und darüber hinaus. Wir erfahren in Rückblenden auch vieles aus ihrer Vergangenheit, von ihrer Tante und das Zusammenleben mit ihr. Sarah an sich fand ich einen tollen Charakter, der definitiv mit Menschen ihre Schwierigkeiten hat, umso besser mit Büchern kann. Ihre leicht autistischen Züge erklären dabei vieles.
Generell waren mir allerdings zu viele (sehr wichtige) Themen im Buch verbaut - es wirkte so dann etwas konstruiert, da wäre meines Erachtens weniger mehr gewesen.
Trotz meiner Kritikpunkte habe ich das Buch gerne gelesen und empfehle es auch weiter - man muss einfach bereit sein, sich darauf einzulassen, dann bekommt man eine schöne und leichte Lektüre für entspannende Lesestunden. 3,5* von mir
Tolles Setting, etwas blasse Liebesgeschichte
Finding Paradise - Weil ich dir vertraue von Ana Woods
Worum gehts?
Kim muss spontan den gebuchten Survival-Urlaub ohne ihre beste Freundin Holly antreten. Eine Herausforderung für Kim, jedoch möchte sie sich im Urlaub endlich über ihre Zukunft klar werden. Auf Jeopardy Island merkt sie aber schnell, dass sie im Hier und Jetzt bleiben und sich ganz auf diese Reise einlassen muss…und dann wäre da noch Aidan, der im Camp ihr Team-Buddy sein wird, und sie regelmäßig auf die Palme bringt…
Mein Fazit:
Mit der Beschreibung der Insel und dem ganzen Setting dazu konnte mich die Autorin komplett einfangen.
Die landschaftlichen Beschreibungen bescherten mir die schönsten Natur-Szenarien im Kopf. Auch der bewusste Umgang mit der Natur, ihren Ressourcen und deren tierischen Bewohnern kam sehr gut rüber. Nicht ganz so überzeugt hat mich die Liebesgeschichte zwischen Kim und Aiden. Es fehlte mir an Tiefe und vor allem Aiden blieb blass, auch seine Entwicklung um 180 Grad war für mich nicht ganz authentisch. Man konnte schon früh ahnen, warum Aiden am Camp teilnahm.
Trotzdem hab ich den Roman gern gelesen und kann diesen auch weiterempfehlen. Ich bin außerdem gespannt auf Band 2 der Diologie.
Alles dabei für einen gelungenen Krimi
Die Bildermacherin und der goldene Ring von Christiane Omasreiter; Kathrin Scheck
Worum gehts?
Bei einem Berglauf in den Pfunderer Bergen bricht während der Siegerehrung einer der erfolgreichen Athleten zusammen. Bald ist klar, dass der Smoothie von Valentin vergiftet war. Amalia, die als Fotografin anwesend war und alles hautnah miterlebt hat, geht die Ermittlungsarbeit der Polizei wieder mal zu langsam voran und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
Spuren ergeben sich viele, eine reicht sogar bis zu einem Volksaufstand 1809 zurück…
Mein Fazit:
Auch der vierte Band rund um die Bildermacherin Amalia hat mir wieder spannende Lesestunden gebracht. Als Leser rätselt man sehr gerne mit der Hobby-Detektivin mit und geht so mancher falschen Spur gedanklich nach. Auch die Rückblenden ins Jahr 1809 zum Tiroler Volksaufstand fand ich sehr gelungen und interessant. Für mich hat dieser Krimi alle Elemente, die ein guter enthalten muss - Spannung, Miträtseln, interessante Charaktere,.. - und somit empfehle ich das Buch sehr gerne weiter.
Die geheime Botschaft
Die Schrift von Elias Haller
Worum gehts?
Ein vermeintlicher Vermisstenfall im Dresdner Milieu wird schnell ein Fall für die KollegInnen rund um Kryptologen und Polizist Arne Stiller als die Vermisste Lena Karasek verstümmelt und mit einem rätselhaften Tattoo auf ihrem Rücken wieder auftaucht. Dass dies erst ein Teil einer codierten Botschaft ist, und es der Anfang einer Verbrechensserie ist, lässt Arne und sein Team auf Hochdruck ermitteln…
Mein Fazit:
Der Thriller packt einen von Beginn an und man ahnt schon, dass es erst der Anfang war und der Täter noch viel vorhat.
Gerade die Thematik um das Encodieren der Texte und wie Arne dabei als Kryptologe vorgeht, fand ich richtig spannend und hat dem Thriller nochmal eine besondere Note gegeben.
Der Spannungsbogen bleibt so bis zum Schluss aufrecht und lies mich das Buch selten aus der Hand legen. Eine Leseempfehlung von mir.











