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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Natalie:

Nicht ganz, was ich erwartet hatte

Eine gute Frau von Maria Frensborg

Worum gehts?
Wir begleiten Helena, eine liebende Mutter von zwei Kindern, die sehr strikte Ansichten und Moralvorstellungen zu aktuell wichtigen Weltthemen, wie den Klimawandel hat. Darf man in Zeiten wie diesen überhaupt noch fliegen? Darf man gleichzeitig aber seine Meinung immer über jene der eigenen Familie stellen? Dabei geht es um weit mehr, als nur den von ihrem Mann unerwünscht gebuchten Familienurlaub am Meer…

Mein Fazit:
Der Klappentext des Buchs ist sehr vielversprechend - es werden wichtige und brandaktuelle Themen angesprochen und ich war sehr gespannt, wie Helena mit diesen Herausforderungen umgehen wird.

Die Umsetzung hat allerdings das Potenzial in meinen Augen nicht ausgeschöpft.
Mit Helena wurde eine extrem nervige und verkopfte Hauptprotagonistin geschaffen, die sich damit nicht nur selbst im Weg steht, sondern auch ihrer Familie immer wieder vor den Kopf stößt. Außerdem werden ihre Gedanken und Handlungen im Laufe des Buchs immer weniger nachvollziehbar und auch verwirrend. Trotz ihrer strikten Haltung fehlt mir der rote Faden, zu oft dreht sie sich dann doch wie ein Fähnchen im Wind, um es anderen Recht zu machen. Ihre eigenen Ansprüche, hauptsächlich an sich selbst, kollidieren dabei zu oft mit der Realität und ich habe mich mehrmals gefragt, warum jede kleinste Kleinigkeit moralisch zerfetzt werden muss.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, auch die fehlenden Anführungszeichen für die wörtliche Rede hat meinen Lesefluss nicht gestört. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und es zeigt für mich auch toll Helenas innere Zerrissenheit. Im Gesamten konnte mich persönlich das Buch aber leider nicht überzeugen, zu anstrengend und wenig nachvollziehbar waren Helena und ihre Handlungen. Schade, da wichtige Themenfelder behandelt werden, über die definitiv nicht nur gesprochen werden sollte…

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Mit dem Rad einmal um die Welt

Die Radfahrerin von Susanna Leonard

Worum gehts?
Boston, 1894. Annie hat in ihren jungen Jahren noch nicht viel erlebt, sondern es geht ihr wie vielen Frauen in dieser Zeit - verheiratet, Kinder, nicht allzu viele Perspektiven. Als sie von einer Wette zweier Geschäftsmänner hört, dass keine Frau es schafft, innerhalb von 15 Monaten mit dem Rad die Welt zu umrunden, fasst sie den Entschluss, es zu versuchen.

Annie glaubt trotz aller eigenen Zweifel und ohne Unterstützung ihrer Familie an ihren Erfolg. Wird sie die Reise schaffen und somit einen Meilenstein für alle Frauen erringen?

Mein Fazit:
Der Roman basiert auf den wenigen Fakten, die es rund um Annie gibt und wird mit fiktiven Inhalten ergänzt. Dabei versteht die Autorin sehr gut, beides miteinander zu verbinden und so eine abenteuerliche Reise zu beschreiben, bei der die Gegebenheiten und vor allem die Herausforderungen der damaligen Zeit aber sehr gut hervorgebracht werden. Annie ist ein spezieller Charakter, der ihrer Zeit sicher voraus war, sie beweist Stärke und Mut und schafft es, mit ihrer Redegewandtheit jede Situation irgendwie zu meistern, wobei sie es dabei manchmal mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt. Gern hätte ich noch etwas mehr von den Ansichten ihrer Kinder erfahren, für die es ja sehr schwierig gewesen sein muss, plötzlich für über ein Jahr ohne Mama dazustehen. Dieser Part wird nur in einem kleinen Teil des Buches betrachtet. Davon hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Alles in allem aber ein lesenswertes Buch - davor hatte ich noch nie etwas von Annie Londonderry gehört, was ich schade finde, dass solche tolle Frauen nicht mehr Aufmerksamkeit in der Gegenwart bekommen

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Heidi und der Auftragskiller…

Wer hat Heidi getötet? von Marc Voltenauer

Worum gehts?
Wir befinden uns im kleinen Bergdorf Gryon, dessen Beschaulichkeit von einer Mordserie erschüttert wird - eine Kuh wird abgeschlachtet, danach verschwinden kurz hintereinander zwei Frauen aus der Region, eine von ihnen wird nur noch tot gefunden. Was hat der Auftragskiller mit dem zu tun, der kurz davor in eines der Luxus-Chalets gezogen ist? Andreas Auer versucht diese verstörenden Vorgänge zu entwirren und kommt dabei an seine persönlichen Grenzen…

Mein Fazit:
Der Krimi startet von Beginn an mit vielen Szenenwechseln, man lernt, neben den aus Band 1 bekannten Protagonisten, viele weitere kennen und ist somit direkt mittendrin im Geschehen.

Marc Voltenauer versteht es, mit seinem Schreibstil, den Charakteren, die authentisch und aus dem Leben gegriffen sind, sowie den scheinbar vielen losen Fäden einen tollen Kriminalfall zu konstruieren. Gerade auch die unterschiedlichen Ansätze, welche verfolgt werden müssen (was hat zB eine tote Kuh mit einem Auftragskiller zu tun?) bringen viel Tempo in den Krimi. Im Laufe des Buchs erfährt man so einiges, um trotzdem bis zum Schluss im Dunkeln zu tappen, wie es wirklich ausgeht. Andreas Auer ist für mich ein sympathischer und toller Ermittler-Charakter und ich freue mich auf (hoffentlich) weitere Fälle mit ihm, der kleine Cliffhanger zum Schluss verspricht schon einiges.
Von mir eine absolute Empfehlung für diesen fantastischen Krimi.

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eiskalter Thriller

Wolf im Schnee von Raissa Moor

Worum gehts?
Maras Leben gerät ins Wanken, als in einem nahegelegenen Angelsee eine verstümmelte Leiche gefunden und ihr Bruder Alan als Mordverdächtiger verhaftet wird. Die korrupten Polizisten in dem kleinen Dorf scheinen dabei noch das geringste Problem zu sein, denn Mara ahnt bald, dass da noch mehr dahinterstecken muss…

Mein Fazit:
Ein packender Thriller, der gekonnt die einzelnen Fäden verfolgt und mit ein paar unerwarteten Wendungen schlussendlich im großen Finale endet.

Der Spannungsbogen lässt dabei nie nach und die kurzen Kapitel tragen ebenfalls dazu bei, dass das Lesevergnügen nicht zu kurz kommt. Die Charaktere sind authentisch dargestellt, keiner von ihnen ist fehlerfrei oder ein Held - das hat der Story sehr gut getan. Toll fand ich es auch, dass im Laufe des Buchs der Titel sowohl bildlich an den Kapitelanfängen als auch an ein paar passenden Stellen direkt im Geschehen eingebunden wird. Das Cover finde ich sowieso großartig. Von daher eine klare Leseempfehlung und es wird nicht das letzte Buch der Autorin bleiben.

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Die Mächte der Vergangenheit

Beschütze sie von Laura Dave

Worum gehts?
„Beschütze sie“ - diese zwei kleinen Worte stehen auf einen Zettel, den Hannah in die Hand gedrückt bekommt. Am Zettel handelt es sich definitiv um Owens Schrift, ihrem Ehemann. Dieser ist wie jeden Morgen zur Arbeit gefahren, nun kann sie ihn aber weder erreichen, noch kommt er wieder zu ihr und seiner Tochter Bailey heim.

Als er weiter verschwunden bleibt und sich immer mehr Fragen auftun, nimmt Hannah die Sache selber in die Hand - immer mit mit dem Ziel vor Augen, Owen wieder zu finden und gleichzeitig Bailey zu beschützen…

Mein Fazit:
Eine spannende Handlung, die sich nach und nach aufbaut. Der Autorin gelingt es gut, dem Leser immer wieder kleine Hinweise zu geben und damit die Neugierde aufrechtzuerhalten - man spinnt sich so seine eigenen Ideen zusammen, was mit Owen sein könnte und warum er plötzlich verschwindet, bis es sich dann zum Schluss auflöst. Das Buch lebt von allem durch Hannah und Bailey, die sich erst im Laufe der Geschichte noch zusammenraufen. Beide sind interessante Protagonisten, vor allem Hannah beweist zum Schluss hin, welche Charakterstärke sie hat. Der Thriller verbindet somit ziemlich gut beide Elemente - Kriminalfall und menschliche Beziehung, wodurch nicht alles nur düster ist.

Für einen wahren pace turner hat mir zwar was gefehlt, aber ich empfehle den Thriller gern weiter, man wird nicht enttäuscht.

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Mary Shelley und Doktor Frankenstein

Mary von Anne Eekhout

Worum gehts?
In zwei Zeitsträngen - 1812 und 1816 - begleiten wir Mary Shelley. Im ersteren erlebt Mary mit ihrer Freundin Isabella in Schottland wundervolle, aber auch mysteriöse Sommertage, in denen die beiden Mr. Booth kennenlernen und nicht wissen, was sie mehr an ihm fasziniert - der Charme oder das rätselhafte, düstere.

1816 verbringt Mary geneinsam mit ihrem Geliebten Percy und dem gemeinsamen Sohn den Sommer bei Freunden am Genfer See. Viel Wein versetzt mit Laudanum fließt, bis die Idee entsteht, jeder soll seine eigene Gruselgeschichte schreiben…

Mein Fazit:
So ganz konnte mich die Geschichte rund um Mary Shelley und Frankenstein (dessen Name kein einziges Mal im Buch vorkommt) nicht packen. Die Autorin schafft zwar Atmosphäre und lässt den Leser zwischen wahren historischen Begebenheiten und düsteren Geheimnissen wandeln, jedoch fehlte es mir an Gruselmomenten, die ich definitiv rund um den legendären Doktor Frankenstein erwartet hätte. Auch der Bogen zwischen dem Sommer in Schottland und jenem am Genfer See wurde nicht durchgängig gespannt, einiges bleibt offen. Vor allem die Geschehnisse 1816 fesselten mich nicht wirklich - Wein und Laudanum und das ganze nochmal von vorne . Anders war es da schon mit den Erlebnissen in Schottland. Hier kamen auch einzelne Gruselelemente zum Tragen. Wer sich für die Entstehungsgeschichte Frankensteins interessiert und sich gerne in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurückversetzt, möchte ich das Buch trotzdem empfehlen (auch der Schreibstil ist seh schön), für mich waren es aber leider nicht mehr als drei Sterne.

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eisiges Island

SCHNEE von Yrsa Sigurdardóttir

Eine Gruppe von Wanderern wird in der eisigen isländischen Winterlandschaft vermisst. Johanna, die dem Rettungsteam angehört, sucht gemeinsam mit ihren KollegInnen nach den Vermissten im Hochland. Was sie bei der Rettungsaktion auffinden, lässt sich nicht mit rationalem Denken erklären. Gleichzeitig ereignen sich in der abgelegenen Radarstation in Stokksnes seltsame Dinge, die dem Mitarbeiter Hjörvar keine Ruhe lassen.

Und was hat ein einzelner Kinderschuh mit all dem zu tun?

Das Geschehen wird in mehreren Handlungssträngen erzählt, welcher jeder für sich überzeugen kann: die Suche nach den vermissten Wanderern, den Begebenheiten in der Radarstation und was eine Woche davor in der Wandergruppe passiert ist. Der Thriller lebt von der Atmosphäre, die eisig und bildhaft ist, und welche vor allem auch immer wieder gruselige Elemente beinhaltet, die schon mal Gänsehaut verursachen können. Als Leser erhält man durch die verschiedenen Blickwinkel auf die Ereignisse immer mehr Erkenntnisse, die aber erst zum Schluss komplett aufgelöst werden. Somit bleibt der Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Der Thriller kommt ohne rasantes Tempo aus, was ich für diesen Plot aber als goldrichtig erachte.
Leseempfehlung!

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bleib nie stehen…

Solange du nicht stehen bleibst von Monika Lüthi

Was soll man tun, wenn man plötzlich und ohne Vorwarnung seine größte Leidenschaft nicht mehr ausleben kann? Aufgeben, in Selbstmitleid versinken oder um sein neues Leben kämpfen und die Chancen darin sehen?
Jennifer muss sich genau damit auseinandersetzen, als sie bei einem Unfall einen Unterschenkel verliert und sich erst mal von Lauf-Events und der Bestzeitenjagd verabschieden muss.

Als wäre das nicht schon genug, muss sie sich noch einem ganz anderen Dämon stellen…

Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Man fühlt so sehr mit Jenni mit und stellt sich nicht nur einmal die Frage, wie man selber mit einer solchen Situation umgehen würde - was bleibt noch, wenn die wichtigsten Säulen im eigenen Leben wegfallen? Wer ist man dann überhaupt noch? Mit Jennifer hat die Autorin eine sympathische und absolut authentische Hauptprotagonistin geschaffen. Generell waren die Charaktere toll besetzt und das Setting hatte ich stets vor meinem inneren Auge. Abgerundet mit einem Schreibstil, der mir richtig gut gefallen hat und Wendungen, die mich überrascht haben.

Was soll ich sagen? Lest das Buch. Unbedingt. Unabhängig, ob man selber dem Laufsport verfallen ist oder nicht, kann jeder für sich was aus dem Roman mitnehmen - vor allem, dass das Leben immer Chancen bereithält, auch in den schwierigsten Situationen.

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großartiger Roman rund um drei Geschwister im zweiten Weltkrieg

Die Pfirsichblütenschwestern von Susanne Morel

Nach dem Tod ihrer Eltern kommen die drei Geschwister Konstanze, Pauline und Lorenz zu Verwandten. Konstanze darf in München bei ihrer Tante bleiben. Pauline kommt zu einer weiteren Tante in die Provence, wo sie später deren Pfirsichplantage übernehmen soll. Lorenz trifft es am härtesten - er kommt zum Onkel auf den Bauernhof im Allgäu, wo sein Leben nicht mehr viel wert ist.

Besonders Pauline und Lorenz sind sehr unglücklich in ihrem neuen Zuhause, zudem kommt die Trennung über viele Kilometer hinzu. Die beiden Schwestern hatten eine sehr innige Beziehung, die nun auf eine harte Probe gestellt wird. Über all dem schwebt noch das Grauen des zweiten Weltkrieges.

Die Autorin hat mich mit diesem Roman komplett packen können, die Charaktere überzeugen auf ganzer Linie und durch die abwechselnde Schilderung zwischen den Geschwistern bekommt der Leser in alle Gedanken und Emotionen Einblick. Tragische Wendungen lassen den Leser ebensowenig kalt. Für mich ein großartiger Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle.

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tolles Debüt

Running Back to You (»Back to You«-Reihe 1) von Lexis Able

Sports Romance, dass so viel mehr als nur das ist. Mit viel Fingerspitzengefühl hat Lexis ihr Debüt „Running Back to You“ geschrieben.

Wir begleiten Luca und Brayden - beide kämpfen mit ihren inneren Dämonen, die durch Schicksalsschläge hervorgerufen wurden. Luca läuft ihren Ängsten im wahrsten Sinne davon und Brayden hat eine Mauer um sein Herz gebaut.

Und doch gibt es so einiges, dass sie voneinander lernen können - wenn sie es zulassen…

Mehr möchte ich gar nicht verraten. Es lohnt sich definitiv das Buch selber zu lesen.

Als Leser wird man mit vielen Emotionen und Tiefgang belohnt, der Schreibstil war für mich sehr angenehm zu lesen und hat mir bei den Wanderungen oder den Läufen in der Natur Kopfkino beschert - echt toll beschrieben. Die Charaktere sind alle unterschiedlich, haben aber die Gemeinsamkeit, dass sie authentisch und vor allem richtig menschlich sind - wie aus dem Leben gegriffen.

Ein sehr gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr davon macht. Definitiv eine Leseempfehlung von mir.

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