Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Wenig überraschend, aber spannend
Beastmode: Gegen die Zeit von Rainer Wekwerth
Wenig überraschend, aber spannend
ACHTUNG: Meine Rezension kann SPOILER zu Band 1 enthalten.
Inhalt:
Fünf außergewöhnlich begabte Jugendliche sind unterwegs, um die Welt zu retten - nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit. Ein mysteriöses Energiefeld bedroht die Menschheit und muss gestoppt werden.
Meine Meinung:
Den ersten Band sollte man unbedingt zuvor gelesen haben, um zu verstehen, worum es hier geht, denn die Handlung schließt praktisch nahtlos daran an, ohne groß etwas davon zu wiederholen.
War im ersten Teil die Geschichte noch absolut neu, bietet der zweite weit weniger Überraschungen. Damals führte die Reise zu Amandas und Damons Ursprüngen; so war zu vermuten, dass es diesmal zu den Anfängen von Malcolm, Wilbur und Jenny geht, wobei einiges davon aber schon von Band 1 bekannt ist. Die Figuren erhalten hier immer mehr Tiefe, man erfährt viel über ihren Hintergrund und ihre Vergangenheit, was ihnen einige Sympathiepunkte bringt - dem einen mehr, der anderen weniger ;-)
Besonders gelungen fand ich die Figur des Damon, der ja Ende des 1. Bandes im 18. Jahrhundert beschworen wurde und sich daher nicht mehr an die Ereignisse bzw. sein Wissen in der Gegenwart erinnern kann. So stolpert er etwas unbedarft durch die Gegend und macht immer wieder recht naive Bemerkungen, über die man einfach schmunzeln muss. Einige der Dialoge sind echt klasse!
Auch wenn vieles vorherzuahnen ist, versteht Rainer Wekwerth seine Geschichte sehr spannend zu erzählen, indem er immer wieder kleine Highlights einflicht, die dann doch überraschend wirken. Der Schreibstil ist einfach und flott zu lesen und Spannung durchweg vorhanden. Auch einige emotionale Momente werden beschrieben. In der Summe hat mir auch der zweite Band dieser Dilogie gut gefallen.
Die Dilogie:
1. Es beginnt
2. Gegen die Zeit
Very British
Mord in Highgate von Anthony Horowitz
Very British
Inhalt:
Der Anwalt Richard Pryce wurde mit einer super teuren Flasche Wein erschlagen. Hat die Schriftstellerin Akira Anno ihre Drohung, die sie ein paar Tage zuvor in der Öffentlichkeit ausgestoßen hatte, wahr gemacht? Scotland Yard zieht den Ex-Polizisten und jetzigen Privatdetektiv Daniel Hawthorne hinzu.
Der wiederum zitiert den Autor Anthony Horowitz an seine Seite, damit er ein Buch über Hawthorne und den Fall Pryce schreiben kann.
Meine Meinung:
Dies ist bereits der 2. gemeinsame Fall von Hawthorne und Horowitz. Man kann ihn jedoch gut ohne Vorkenntnisse lesen, auch wenn immer wieder andere Werke des Autors erwähnt werden. Inhaltlich spielen diese aber praktisch keine Rolle.
Ganz im Stil von Sherlock Holmes und Dr. Watson oder Hercule Poirot und Captain Hastings begeben sich hier Hawthorne und Horowitz auf Verbrecherjagd - der eine ein brillanter Kopf, der andere immer auf der falschen Fährte. Was schon bei Arthur Conan Doyle und Agatha Christie funktionierte, gelingt auch bei Anthony Horowitz sehr gut. Hier kommt hinzu, dass der Autor sich selbst in seine eigene Geschichte geschrieben hat, was dieser den besonderen Pfiff gibt.
Der Kriminalroman lebt von den gegensätzlichen Protagonisten, die sich nicht ganz entscheiden können, ob sie einander grün sind oder nicht. Immer wieder kommt es zu kleinen Reibereien, sehr zum Vergnügen der Leserschaft.
Scheint der Fall anfangs schon fast zu einfach, erweitert sich der Zahl der Verdächtigen bald schon stark, zumal noch ein weiterer Todesfall hinzukommt, der mit dem ersten in Verbindung stehen könnte - oder auch nicht. Die Verflechtungen zwischen der verschiedenen Verdächtigen sind nicht leicht zu durchschauen und so ist es auch nicht leicht, den Täter zu ermitteln. Am Ende löst sich jedoch alles logisch auf - bis auf die Geheimnisse, die hinter Hawthorne stecken. Hier muss man wohl auf den nächsten Band hoffen.
Mir hat dieser Krimi mit seinem feinen Humor sehr gut gefallen. Ein wenig mehr Spannung hätte zwar nicht geschadet, aber die Story war auch so ganz unterhaltsam.
Die Reihe:
1. Ein perfider Plan
2. Mord in Highgate
Gut durchdachter Krimi
Mord in Highgate von Anthony Horowitz
Gut durchdachter Krimi
Inhalt:
Aidan loggt sich in Skype ein, um Zoe zu sehen. Doch erscheint sie nicht im Bild. Aidan wird Ohrenzeuge von Kampfgeräuschen. Er zögert jedoch, die Polizei zu rufen. Als er es schließlich doch tut, finden sie Zoes Leiche. Wer könnte der jungen, talentierten Künstlerin, die zu allen freundlich war, Böses gewollt haben?
Meine Meinung:
Dies ist der 2.
Band der Reihe um DCI Jonah Sheens und sein Team. Man kann den Roman aber unabhängig vom ersten lesen.
Anfangs brauchte ich etwas, um die Vielzahl der Personen richtig einzusortieren. Sowohl die Ermittler als auch die Freunde und Freundinnen der Ermordeten treten in großer Zahl auf und sind nicht ganz unverwechselbar. Doch nachdem diese Hürde genommen war, konnte mich der Krimi gut fesseln.
In zwei Erzählsträngen erfahren wir mehr über Zoes Leben bzw. die Ermittlungsarbeit. Dabei führt der eine Handlungsstrang zunächst etwa 20 Monate in die Vergangenheit, wo das Verhängnis seinen Beginn hat. Diese Erzählung nähert sich immer weiter dem Todestag von Zoe an. Der andere Handlungsstrang spielt in der Gegenwart und berichtet von den polizeilichen Ermittlungen, die ziemlich authentisch erscheinen.
Im Verlauf des Romans gerät fast jeder erwähnte Freund oder Bekannte des Opfers in Verdacht. Wobei Gytha Lodge die Verdachtsmomente manchmal schon ein wenig plump aufführt. Immerhin entsteht so eine schöne Spannung, wie man sie sich für einen Krimi wünscht. Es gibt zahlreiche Wendungen und überraschende Ereignisse. Die Auflösung ist ebenso überraschend - und doch auch wieder nicht, denn es ist die einzig logische. Man kann also selbst drauf kommen, aber die Autorin macht es einem nicht gerade leicht. So mag ich Krimis. :-)
Die Reihe:
1. Bis ihr sie findet
2. Wer auf dich wartet
Mehr Familiendrama als Krimi
Ihr Königreich von Nesbø Jo
Mehr Familiendrama als Krimi
Inhalt:
Auf einem Hof im Gebirge lebt die Familie Opgard, Vater, Mutter und zwei Jungen. Als die Eltern ums Leben kommen, bleiben der 17-jährige Roy und der 16-jährige Carl zurück. Alles scheint gut, doch dann geht Carl zum Studium in die USA. Erst nach vielen Jahren kommt er zurück - mit einer Ehefrau und einer Wahnsinnsidee, die dem Dorf zu Reichtum verhelfen soll.
Doch natürlich läuft nicht alles so, wie er sich das vorgestellt hat. Und er selbst ist auch nicht mehr der nette Junge, der er einmal war …
Meine Meinung:
Jo Nesbø beschreitet mit seinem neuen Roman einen ungewöhnlichen Weg, indem er aus der Sicht eines Täters erzählt. Mich konnte er damit leider nicht begeistern. Gerade zu Beginn, eigentlich die ganze erste Hälfte, fehlte es mir eindeutig an Spannung. Hier gibt es viele Informationen über die Opgards und andere Dorfbewohner, die eine Rolle spielen. Klar, die sind notwendig, um die Handlung nachvollziehen zu können, hätten meiner Meinung nach allerdings um einiges kürzer gefasst werden können. Dieser Teil zieht sich doch ganz schön in die Länge.
Ein Verbrechen bzw. sogar zwei gibt es zwar schon bald, aber das ist nicht spektakulär und da man ja den Täter kennt, auch nicht wirklich spannend. Die Polizei lässt sich hier zu leicht an der Nase herumführen, sodass man auch nicht mitbangen muss, ob man dem Täter drauf kommt.
Später wird die Handlung dann komplexer. Es geschehen weitere Verbrechen, von denen man nicht weiß, wer sie verübt hat. Dies macht dann auch dem Protagonisten Probleme und bringt deshalb ein wenig Spannung mit sich. Allerdings habe ich vieles ziemlich schnell durchschaut. Hier waren die Hinweise des Autors einfach zu deutlich.
Der Schreibstil hat mir wie immer bei Nesbø gut gefallen, ein bisschen gehobener, aber trotzdem leicht und gut lesbar.
TRIGGERWARNUNG (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
TLAWEG EHCILSUEAH HCUARBSSIMSEDNIK
Düster und undurchsichtig
Aus schwarzem Wasser von Anne Freytag
Düster und undurchsichtig
Inhalt:
Bei einem Autounfall kommt die Innenministerin Patricia Kohlbeck ums Leben. Mit im Wagen saß ihre Tochter Maja, die gerettet wird, obwohl sie den Unfall nach menschlichem Ermessen eigentlich gar nicht überleben konnte. Doch in Sicherheit ist sie noch lange nicht.
Und die letzten Worte ihrer Mutter dröhnen in ihrem Kopf: „Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin.“ Maja hat zunächst keine Ahnung, was ihre Mutter damit meint, aber nach und nach kommt sie hinter ein Gespinst von Lügen und Intrigen. Dabei ist nicht nur sie selbst in Gefahr, sondern die ganze Menschheit.
Meine Meinung:
Anne Freytag hat’s einfach drauf! Nach einigen faszinierenden Romanen aus dem Jugendbuchbereich konnte sie mich auch mit dem Wissenschafts- und Verschwörungsthriller „Aus schwarzem Wasser“ absolut begeistern. Von der ersten Seite an hat mich der Stoff gepackt und bis zur letzten nicht mehr losgelassen. Die Autorin schreibt dermaßen fesselnd, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Oder wenn es denn unbedingt sein muss, beschäftigt einen die Handlung trotzdem weiter.
Es wird aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit ist man dabei hauptsächlich an der Seite von Patricia Kohlbeck und entdeckt hier nach und nach, worum es geht, woran die Ärztin geforscht hat, bevor sie Innenministerin wurde, aber auch was für ein Typ Mensch sie ist - einer, dem seine Forschung und Macht über alles geht.
In der Gegenwart bekommen wir vor allem Einblick in Majas Tun, die von dem persönlichen Assistenten ihrer Mutter, Efrail, begleitet wird. Es stellt sich heraus, dass sie ihre Mutter nicht besonders gut gekannt hat und diese einige Leichen im Keller hatte. Aber kann Maja Efrail vertrauen? Oder doch lieber ihrem Patenonkel Robert, dem Liebhaber ihrer Mutter, dessen Tochter Sofie ihre beste Freundin ist? Ist ihr Freund Daniel wirklich auf ihrer Seite?
Wie gut, dass Maja eine so toughe junge Frau ist, die sich sowieso am liebsten nur auf sich selbst verlässt. Denn hier wird immer wieder klar, dass sie sich auf sonst niemanden verlassen kann. Wer auf welcher Seite steht und warum, kann nur langsam aufgedeckt werden. Zu komplex und undurchsichtig ist das Netz aus Lügen und Intrigen. Vorhersehbar ist hier gar nichts - weder für Maja noch für die Leserschaft.
Mit schnellen Perspektivwechseln und knackigen Sätzen peitscht Freytag die Lesenden durch die Handlung. Protagonistin und Leserschaft kommen kaum zum Verschnaufen. Das ist ein hochkarätiger, super spannender Plot. Ein Thriller vom Feinsten!
Interessanter Kurzroman
Das Leben ist ein wilder Garten von Roland Buti
Interessanter Kurzroman
Inhalt:
Carlo Weiss arbeitet als Gärtner und lässt dadurch für andere Menschen Träume wahr werden. Doch mit seinem eigenen Leben klappt es nicht so ganz. Seine Frau Ana, die er immer noch liebt, hat ihn verlassen. Die gemeinsame Tochter studiert in London und braucht die Eltern nicht mehr.
Als Carlos leicht demente Mutter aus dem Pflegeheim ausbüxt, gerät sein Leben in noch größere Unordnung. Zum Glück ist Agon, Exil-Kroate und Carlos Angestellter, auch ein guter Freund, der sich sensibel um Mensch und Natur kümmert. Doch Agons Vergangenheit holt ihn ein. Und auch Carlo muss sich mit der Vergangenheit befassen, nämlich der seiner Mutter …
Meine Meinung:
Im Großen und Ganzen hat mir dieser kurze Roman mit etwa 160 Seiten gut gefallen, was vor allem an der wundervollen Erzählweise Butis liegt. Seine feinen Beobachtungen bringen die Protagonisten den Lesenden näher, auch wenn ich mir noch viel mehr Tiefe und viel mehr Ausführlichkeit gewünscht hätte. Stimmungen werden perfekt transportiert. Der Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt.
Viele Themen werden hier angesprochen, aber eben nur kurz gestreift, an der Oberfläche angekratzt. In die Tiefe müssen die Lesenden selbst dringen, indem sie Gedanken weiterführen oder auch eigene Recherchen anstellen.
Sowohl der französische Titel „Grand National“ als auch der deutsche „Das Leben ist ein wilder Garten“ haben ihre Berechtigung. Das „Grand National“ ist ein Luxushotel, das eine bedeutende Rolle in der Handlung spielt. Andererseits dreht sich in diesem Roman eben auch vieles um das Gärtnern und die Natur und das ungezähmte Leben in all seinen Facetten.
Toller Krimi mit kleinen Abstrichen
Schwarzer August von Gil Ribeiro
Toller Krimi mit kleinen Abstrichen
Inhalt:
Der deutsche Austauschkommissar Leander Lost will vorerst nicht mehr nach Hamburg zurück, obwohl das Jahr abgelaufen ist. In Portugal hat er mit Soraia zum ersten Mal Liebesglück gefunden - für den Asperger eine große Sache. Doch schon bald wird die traute Zweisamkeit durch Bombenattentate gestört.
Die Intelligenz und Logik des Deutschen sind gefragt, um weitere Attentate zu verhindern und den Täter zu ergreifen.
Meine Meinung:
Bisher habe ich nur den 1. Band der Reihe gelesen, hatte aber nun keine Schwierigkeiten, mich in diesem 4. Band zurechtzufinden. Natürlich hat sich das Privatleben der Protagonisten inzwischen ein bisschen weiterentwickelt, aber das kann man aus der aktuellen Erzählung herauslesen. Man braucht also keine Vorkenntnisse, kann meines Erachtens die Reihe sogar mit diesem Band beginnen, ohne Verständnisprobleme zu bekommen.
Nach wie vor ist Leander Lost meine Lieblingsfigur. Mit seinen trockenen Aussagen - typisch Asperger eben - hatte er von Anfang an mein Herz erobert. Immer wieder führen seine Probleme mit dem Zwischenmenschlichen dazu, dass ich schmunzeln muss. Andererseits bringt er durch seine logische Kombinationsgabe den Fall immer wieder ein Stück voran.
Auch seine Kolleg*innen Graciana Rosado und Carlos Esteves spielen eine große Rolle, gefolgt von dem eitlen Spanier Miguel Duarte und der burschikosen Kriminaltechnikerin Isadora Jordão. Jeder trägt auf seine Weise zum Gelingen der Arbeit bei. Das hat mir gut gefallen, auch wenn ich das ein oder andere Mal die Augen rollen musste, weil einer sich zu blöd benahm.
Als kleinen Wermutstropfen empfinde ich, dass die Lesenden eigentlich keine Chance haben, den Täter zu erraten. Aus welcher Ecke er kommen könnte, kann man bei intensivem Lesen vermuten, aber eben nicht, wer genau er ist. Dies kommt erst ganz zum Schluss zur Sprache.
Die Beschreibungen von Land und Leuten sind sehr atmosphärisch und laden dazu ein, den Ostteil der Algarve kennenzulernen. Im Gegensatz zur bekannten Bretagne-Reihe aus demselben Verlag verkommen die Krimis von Gil Ribeiro (aka Holger Karsten Schmidt) aber nicht zum Reise- und Restaurantführer, worüber ich sehr froh bin.
Die Reihe:
1. Lost in Fuseta
2. Spur der Schatten
3. Weiße Fracht
4. Schwarzer August
Ein Musiker? - Ein Mensch!
Der letzte Satz von Robert Seethaler
Ein Musiker? - Ein Mensch!
Inhalt:
Gustav Mahler befindet sich an Bord der Amerika auf der Reise von New York nach Europa. Er ist krank, der Tod nicht mehr fern. An Deck des Schiffes lässt er sein Leben und seine Lieben Revue passieren.
Meine Meinung:
Auf nur etwa 120 Seiten beschreibt Robert Seethaler ein ganzes Leben, ein arbeitsames, ein tragisches, ein einsames Leben, auch wenn Mahler in dieser Erzählung behauptet, keine Einsamkeit zu kennen.
Doch die Musik geht ihm immer über alles, er strebt immer zum Höchsten - da ist es nun mal einsam. Und doch ist es auch ein erfülltes, ein glückliches Leben. Er hat viel geschafft und geschaffen, musste Schicksalsschläge hinnehmen und kann Erfolge vorweisen.
Man muss kein besonderes Faible für klassische Musik oder Musik überhaupt haben, um diese biografische Erzählung genießen zu können. Die Musik an sich spielt bei Robert Seethaler eine erstaunlich geringe Rolle. Der Fokus liegt mehr auf dem Menschen Gustav Mahler in all seinen Facetten.
Trotz der Kürze des Textes lernt man diesen Menschen gut kennen. Der Autor gibt ihm eine ausreichende Tiefe, wofür sicher auch der atmosphärisch dichte Schreibstil verantwortlich ist. Er wirkt zuweilen ein wenig poetisch, aber immer klar verständlich. Philosophische Gedanken über das Leben und den Tod runden das Ganze schön ab.
Der 11. Fall für Hunter und Garcia
Bluthölle von Chris Carter
Der 11. Fall für Hunter und Garcia
Inhalt:
Angela schlägt sich als Taschendiebin durch. Eigentlich hat sie genug erbeutet für diesen Tag. Da fällt ihr ein unverschämter Mann auf, dem sie eine Lektion erteilen will. Sie stiehlt seine Tasche - darin ein Tagebuch mit verstörendem Inhalt.
Meine Meinung:
Ich habe alle Bände dieser Reihe gelesen, denke aber, dass man hier nicht unbedingt Vorkenntnisse braucht, sondern genauso gut mit diesem Band einsteigen kann.
Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, und das Privatleben der Ermittler spielt keine so große Rolle, dass man es von Anfang an verfolgt haben müsste.
Anfangs gefiel mir dieser Thriller nicht so gut wie die Vorgänger, denn es gilt zunächst nur, bereits geschehene Verbrechen aufzuklären. Erst als der Täter mit weiteren Morden droht, kommt die Polizei richtig unter Druck.
Zwei Dinge haben mich gestört. Zum einen benimmt sich Angela wirklich dumm, was gar nicht zu ihr passt, zum anderen hat mir Chris Carter zu viel doziert. Wie aus dem Lehrbuch beschreibt er an manchen Stellen die Polizeiarbeit, zum Beispiel was wann in welcher Reihenfolge zu tun ist, Dinge, die man vielleicht in einem Nebensatz einfließen lassen könnte, hier aber unnötig trocken ausgewalzt werden.
Mit der zweiten Hälfte des Thrillers hat Chris Carter dies allerdings wieder wettgemacht. Hier steigt die Spannung, der Ermittler Hunter kommt an seine Grenzen - physisch und psychisch. Der Täter scheint immer einen Schritt weiterzudenken als die Polizei. Das ergibt ein spannendes Katz- und Maus-Spiel.
Wie bei Chris Carter üblich sind die verschiedenen erwähnten Tötungsarten zum Teil recht ungewöhnlich, äußerst grausam und ekelerregend. Für zart besaitete Leser*innen ist das nichts.
Die Reihe:
1. Der Kruzifix-Killer
2. Der Vollstrecker
3. Der Knochenbrecher
4. Totenkünstler
5. Der Totschläger
6. Die stille Bestie
7. I am Death. Der Totmacher
8. Death Call. Er bringt den Tod
9. Blutrausch. Er muss töten
10. Jagd auf die Bestie
11. Bluthölle
Schnelle Kost
Bluthölle von Chris Carter
Schnelle Kost
Inhalt:
Faye hat sich ein neues Leben aufgebaut. Doch als ihr Ex-Mann Jack aus dem Gefängnis entkommt, geht es für sie um alles. Mit drei Freundinnen versucht sie, die Männerwelt in Schach zu halten und sich ihren Erfolg nicht nehmen zu lassen.
Meine Meinung:
Dies ist die Fortsetzung von „Golden Cage“.
Wenn man den Vorgänger gelesen hat, wird man der Handlung hier auf jeden Fall besser folgen und sie eher genießen können.
Ich habe dieses Buch in kürzester Zeit gelesen. Zum einen ist es nicht besonders dick und nicht besonders eng bedruckt, zum anderen schreibt die Autorin recht geschmeidig, sodass sich die Seiten fast von alleine umblättern. Der Schreibstil ist einfach und locker zu lesen, auch wenn das Geschriebene zuweilen harter Tobak ist.
Fayes Verhalten konnte ich in einer bestimmten Sache leider gar nicht nachvollziehen. Das passte einfach überhaupt nicht zu dieser Frau, wie ich sie bis dahin kennengelernt hatte, machte die Geschichte aber natürlich spannender.
Camilla Läckberg legt in „Wings of Silver“ viel Wert auf Romantik und auch detaillierte erotische Szenen. Für meinen Geschmack war das des Guten zu viel.
Insgesamt ist es aber ein solider Spannungsroman, dessen Ende nach einer weiteren Fortsetzung schreit.
Die Reihe:
1. Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem
2. Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal
TRIGGERWARNUNG (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
TLAWEG EHCILSUEAH GNUGITLAWEGREV DIZIUS









