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Rezensionen von gabiliest:
Du bist richtig, wie du bist
Rache ist süß - Eine bitterböse Überraschung von Katharina Reschke
Die bekannte Kinderbuch- und Drehbuchautorin Katharina Reschke hat mit “Rache ist süß- Eine bitterböse Überraschung” ein Kinderbuch geschrieben, das aufzeigt, dass es manchmal ganz vernünftig sein kann, nicht alle Regeln zu befolgen. Schon das fröhliche Hardcover ist mit seinen leuchtenden Farben und dem reliefartigen Druck ein echter Hingucker und fällt in der Buchhandlung sofort auf.
Zwei lächelnde und neugierige Kinder erwarten die jungen Lesenden. Mathilda und Finn füttern gerade die Freundin von Mathilda, eine fleischfressende Pflanze.
Mathilda zieht mit ihren Eltern in das Städtchen Wülsten an der Löhne zu ihren Großeltern. Doch wo ist Opa? Alle erzählen, dass Opa eine Weltreise macht. Aber stimmt das? Möglich wäre es ja, denn Opa verkauft in seinem Truck Süßigkeiten aus vielen verschiedenen Ländern. Aber nicht nur Opa, auch der Truck ist verschwunden. Doch Mathilda hat schon eine Idee…
In der Schule wird Mathilda nicht gut aufgenommen, denn sie spricht mit ihren fleischfressenden Topfpflanzen, die jedoch nur Gemüse mögen. Aber in der Stadt gibt es sowieso nur ein Gesprächsthema: Der Wettbewerb, wie man Wülsten noch schöner machen kann. Erfinder Finn, der Sohn des Bürgermeisters, freundet sich mit Mathilda an. Ihr Gegner ist Sören, Schulsprecher, Sohn des Sparkassendirektors und richtig gemein. Doch Mathilda lässt sich nichts gefallen, sie nimmt kein Blatt vor den Mund und tritt mutig für sich und andere ein. Als plötzlich alle Werke verschwinden, die die Kinder im Wettbewerb einreichen wollen, fragt Mathilda ihren Opa um Rat, denn sie hat ihn und den Truck natürlich längst gefunden.
“Rache ist süß- Eine bitterböse Überraschung” überzeugt mit einer spannend und kindgerecht geschriebenen Geschichte, die Kinder ermutigen soll, Regeln zu hinterfragen und einen eigenen Weg zu finden. Auch ist es wichtig, gegen Ungerechtigkeit einzutreten. Mit Witz und Köpfchen gelingt es Mathilda und Finn, den eingebildeten und missgünstigen Sören zu überlisten. Die Geschichte enthält auch Tipps für kleine Rebellen. So soll man auf seinen Bauch und seine Nase hören und sich füreinander einsetzten. Katharina Reschke hat ein fröhliches und leicht lesbares Kinderbuch geschrieben, die phantasievollen schwarz- weiß Illustrationen stammen von Vera Schmidt. Das Buch wird für Kinder ab neun Jahren empfohlen. Durch die große Schrift und die kurzen Kapitel eignet sich dieses charmante Buch auch für Lesemuffel.
Ich habe das Buch mit meiner neun Jahre alten Enkelin gelesen, sie war von der selbstbewussten und schlagfertigen Mathilda sehr angetan. Uns hat das Buch wirklich gefallen und wir hatten viel Spaß beim Lesen, daher empfehlen wir es gerne weiter.
Heimat ist dort, wo dein Herz schlägt
Und das Glück duftet nach Wolken und Meer von Susa Bartel
Mit “Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” hat Autorin Susa Bartel einen gefühlvollen Debütroman vorgelegt und lädt die Lesenden ein, mit Kayla in das wunderschöne Irland, nach Old Quay, zu reisen. Schon das stimmungsvolle Cover weckt die Sehnsucht danach, an der stürmischen Atlantikküste zu stehen und den rauen Wind zu spüren.
Kayla hat bis jetzt in Berlin gelebt. Ihre Beziehung mit Partner Ben steht auf der Kippe und ihr Business, Trauerbegleiterin beim Tod eines Haustieres, läuft gar nicht gut. Nun fliegt sie aus einem traurigen Anlass nach Hause. Ihr Dad ist schwer krank und stirbt. Sie selbst wird im Dorf ihrer Kindheit teils wohlwollend, teils mit Vorwürfen empfangen. Denn manche sind der Meinung, sie hätte ihre alte Gran im Stich gelassen. Auch Kaylas Bruder Logan wirft ihr das vor, daher herrscht zwischen ihnen Eiszeit. Denn die Geschwister haben sich noch nicht vom größten Schicksalsschlag ihrer Jugend erholt: Ihre Mutter ist verschwunden, als sie noch Kinder waren.
Langsam erkennt Kayla, wie schön es in ihrer Heimat ist und dass Gran sie brauchen würde. Denn ihr verstorbener Vater war in den letzten Jahren sehr aufbrausend und trunksüchtig. Auch trifft sie ihre Freundin aus Kindertagen, Maeve, wieder, die eine Galerie betreibt. Als Kayla ihr die Fotographien zeigt, die sie in Berlin gemacht hat, eröffnen sich neue Perspektiven und der Wunsch, nach Berlin zurückzukehren und ihre alte Beziehung wieder aufzunehmen, tritt immer mehr in den Hintergrund. Denn da gibt es Nathan, einen jungen Witwer, zu dem es Kayla immer mehr hinzieht. Soll Kayla mutige Entscheidungen treffen und die Beziehung mit Ben beenden, sich sogar mit ihrem Bruder aussöhnen und die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter aufnehmen?
Susa Bartel hat mit “Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” nicht nur einen Sehnsuchtsroman nach Irland geschrieben, sondern es hervorragend verstanden, tiefe Gefühle, Trauer und die Suche nach den eigenen Wurzeln zu einer atmosphärischen Wohlfühlgeschichte zu verdichten, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es fällt leicht, sich in das Geschehen zu versetzen, die Gefühle der Protagonisten sind lebendig dargestellt und gut nachvollziehbar. Die Autorin beschreibt überzeugend, in welch innerer Zerrissenheit gepaart mit Schuldgefühlen sich Kayla lange Zeit befindet und wie schwierig es ist, wieder auf ihren Bruder zuzugehen. Besonders beeindruckt, wie Gran Kayla sofort das Gefühl gibt, bei ihr zu Hause und geborgen zu sein. Zusätzlich stürzt Nathan, der im Burren- Nationalpark eine Parfümerie betriebt und augenscheinlich Interesse an Kayla hat, sie in Verwirrung. Sehr gut dargestellt ist die Ablehnung, die ihr Bruder Logan Kayla entgegen bringt, lange ist ungewiss, ob sich die Geschwiste annähern werden. Trotzdem hat man als Leserin das Gefühl, dass hier eine Entwicklung beginnt, die für alle Beteiligten ein versöhnliches und gutes Ende nehmen wird.
“Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” ist ein außergewöhnlicher Roman mit Tiefgang, der große Gefühle beschreibt und die Lesenden an einer Geschichte teilnehmen lasst, deren Höhen und Tiefen sich erst langsam erschließen, aber deren Erforschung sich wirklich lohnt. Trotzdem liest sich das Buch leicht und bietet witzige Situationen. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und ich möchte ihn gerne allen Lesenden empfehlen, die die grüne Insel mögen und gerne in Familiengeschichten eintauchen.
Umtausch ausgeschlossen?
Ninas Monster. Falsch geliefert von Rüdiger Bertram
Der bekannte Autor Rüdiger Bertram hat mit “Ninas Monster- falsch geliefert” ein humorvolles Buch darüber vorgelegt, was sich Kinder manchmal sehnlich wünschen: Ein Monster, das sie beschützt und mit dem man kuscheln kann. Schon das fröhlich gestaltete Hardcover zeigt die kleine Nina, deren Traum, ein Monster zu besitzen, in Erfüllung geht.
Aber klappt das gleich beim ersten Anlauf?
Nina ist klein für ihr Alter, ängstlich und wird von den Mitschülern gehänselt. Also soll ein Monster her. Doch Ninas Eltern versichern, dass es keine Monster gibt. Aber das weiß Nina besser, schließlich hat sie den Katalog der Firma Frank& Stein, in dem verschiedene Monster abgebildet sind. Für Nina ist klar: Sie will Walter haben, fünf Meter groß und mit blauem Zottelfell. Der wird Nina sicher beschützen, leider ist er teuer, wie soll Nina das bezahlen? Aber sie hat ja noch Oma, die für Nina versucht, das Geld aufzutreiben, denn mit Arbeit, erkennt Nina, kann sie nie genug verdienen.
Nach langem Warten kommt die Lieferung, aber kein Walter. Geliefert wird die kleine, ängstliche Mimi, die jetzt von Nina beschützet werden muss und die sogar Ninas Eltern knuddelig finden. Erst möchte Nina Mimi umtauschen, doch bald möchte sie sie nicht mehr hergeben. Jedoch hält ein großer Lastwagen vor Ninas Haus….
Rüdiger Bertram hat mit “Ninas Monster- falsch geliefert” ein gelungenes Kinderbuch geschaffen, das auf die Ängste von Kindern eingeht und ihnen zeigt, dass man selbst zum Beschützer Schwächerer werden kann, wenn es notwendig ist. Dazu braucht man nur das nötige Selbstvertrauen. Neben den kindgerechten Texten überzeugen die große Schrift, die kurzen Kapitel sowie die phantasievollen schwarz- weiß Illustrationen Mateo Dineen. Das Buch ist für Kinder ab acht Jahren empfohlen.
Doch nicht nur die Darstellung der Monster ist gut gelungen, auch Ninas Oma ist ungewöhnlich, denn sie ist Mode- Influencerin. Da kommen Monster gerade recht, um viele Klicks zu bekommen. Nina liegt etwas anderes am Herzen: bei Frank & Stein werden Monster unter schlechten Bedingungen gehalten. Wird es gelingen, alle zu befreien? Und wo sollen sie wohnen? Die Antworten findest Du in diesem Buch, das die Kinder oft direkt anspricht und damit eine sehr lebendige und fröhliche Geschichte erzählt.
Ich habe das Buch mit meiner Enkelin gelesen, die neun Jahre alt ist, sie hat sowohl Nina wie besonders das Monster Mimi in ihr Herz geschlossen. Und wer weiß, vielleicht gibt es Monster ja doch- zumindest in diesem Buch, das wir gerne weiterempfehlen.
Katzenfriedhof
Commissario Leone und die Toten von Rom von Patrizia Zannini
Der alte protestantische Friedhof in Rom, nahe der Cestius Pyramide, ist der Schauplatz von Patrizia Zanninis dritten Band der Serie Italia Mortale. Schon das mysteriöse Cover gibt die unheimliche Friedhofsatmosphäre wieder, in der sich ein Drama abspielt.
Eine schrecklich verstümmelte Leiche wird bei den Gräbern gefunden, ein Minister, wie sich herausstellt, als Commissario Enzo Leone und sein Team die Ermittlungen aufnehmen.
Eigentlich ist der Mann gut beleumdet, aber dann stellt sich heraus, dass er ein Bauprojekt in einem Naturschutzgebiet erst in letzter Sekunde abgeblasen hat. Musste er deshalb sterben?
Verdächtig sind seine Geschäftspartner und Freunde, doch sie haben ein Alibi. So kann der Mörder weiter seine schrecklichen Taten begehen, es gibt weitere Leichen. Aber was der Mörder nicht zu wissen scheint: Er wurde bei seiner Tat beobachtet, von einer alten Frau, der Katzenlady, die sich um die auf diesem Friedhof lebenden Katzen kümmert. Doch sie geht nicht zur Polizei, obwohl sie Beweise findet, aus Angst vor dem Täter. Der hat jedoch bereits aus anderer Quelle von ihrer Existenz erfahren und sie schwebt in großer Gefahr.
Im Mittelpunkt von Patrizia Zanninis Roman steht zu Recht der protestantische Friedhof im Herzen von Rom, denn dort sind unter anderem die englischen Dichter Keats und Shelly begraben, ebenso wie ein Sohn Goethes. Zwischen wunderbar gestalteten Grabsteinen fristen vierzig Katzen ein einfaches Dasein. Commissario Leone erfährt jedoch lange nichts von dem Zusammenhang zwischen der Tat auf dem Friedhof und einem psychopathischen Mörder, der es auch auf die Frau des Ministers und ihre Schwester abgesehen zu haben scheint. Als die Spuren immer mehr in die Richtung der Vergangenheit des Ministers führen, gerät auch der Commissario in große Gefahr. Denn er erkennt die Zusammenhänge, hat aber wieder einmal nicht mit, was er so nötig brauchen würde, seine Waffe.
“Commissario Leone und die Toten von Rom” ist ein spannender Kriminalroman, der die Atmosphäre der Stadt lebendig einfängt. Loyale Mitarbeiter unterstützen die Arbeit des Commissarios, der bald heiraten möchte. Seine Schwiegermutter in spe hat ihm und Rosa, seiner Braut, erzählt, dass es eine glückliche und lange Ehe bringe, wenn man bis zur Hochzeit tausend Kraniche faltet. Doch wie soll sich das zeitlich ausgehen? Wieder helfen die Kollegen und es scheint nicht nur das Hochzeitsglück garantiert, sondern nach langen Recherchen und oft in die Irre führenden Spuren kann der Mörder gestellt werden.
Patrizia Zannini hat einen spannenden Roman mit gut gezeichneten Protagonisten vorgelegt, der leicht lesbar ist und den man schwer aus der Hand legt. Lebendig wird hier eine hintergründige Geschichte erzählt von einem Milieu, das geprägt ist von politischen Intrigen, Korruption und Vorteilsnahme. Doch immer wieder scheint die Sorge um das Wohlergehen der Friedhofskatzen durch. Ebenso stellt die Autorin an das Ende des Buches Rezepte für typisch römische, einfache Speisen. Wer also einen Krimi mit viel römischem Lokalkolorit schätzt, hat hier sicher zum richtigen Buch gegriffen.
Mutterliebe
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Die bekannte Schauspielerin Judith Hoersch hat mit “Niemands Töchter” ihren Debütroman vorgelegt. Das stilvolle Hardcover zeigt eine junge Frau- eine Tochter oder doch eine Mutter- mit Sonnenblumen, die aber nur die Hälfte ihres Gesichts bedecken, denn Freude und Schmerz liegen in diesem Roman ganz eng zusammen.
Im ersten Drittel der Erzählung wird spotlightartig das Schicksal von vier Frauen beleuchtet. Immer wieder gibt es Zeitsprünge und Rückblenden, so dass die Lesenden in diesem Abschnitt dem Buch die Aufmerksamkeit widmen müssen, die es zweifellos verdient.
Marie ist einem lieblosen Elternhaus nach Berlin entflohen, bringt sich als Putzfrau in einem Krankenhaus durch. Dort beobachtet sie eine freundliche und liebevolle Säuglingsschwester, Gabriele. Marie fasst einen Plan, in dem Gabriele eine wesentliche Rolle spielen wird, denn Marie ist ungewollt schwanger.
Gabriele hat ein Kind verloren, ihre Ehe ist gescheitert. Doch bietet sich ihr eine Chance, die ihr Hoffnung gibt. Aber nicht in Berlin. Sie kehrt in ihr Elternhaus, eine Bäckerei, zurück und zieht dort Alma mit aller Liebe auf, die sie aufbringen kann. Doch liegt zwischen ihnen immer eine gewisse Distanz, denn Alma ist ein hoch intelligentes, aber schwieriges Kind. Und Alma wird Gabriele verlassen, denn die Wahrheit kommt immer an die Oberfläche.
Isabell ist Tänzerin, die ihre Karriere wegen ihres Lampenfiebers beendet hat, aus ihrer Vergangenheit leidet sie an starken Verlustängsten, die sie auf ihre Tochter und in ihre Ehe überträgt. Trost findet Isabell beim Betrachten der Polaroid Fotos, die ihre bereits vor Jahren verstorbene Mutter gemacht hat.
Zwischen diesen vier Frauen bestehen unerschütterliche, aber schmerzhafte Verbindungen, gelebte Leben, die einander berühren und doch so weit von einander entfernt sind. Erst im zweiten Drittel des Buches zeichnet der Roman größere Bögen und es fällt leichter, die Absichten der Protagonistinnen, ihr Glück und ihr Scheitern nachzuvollziehen. Judith Hoersch gelingt es meisterhaft, auf die Narben kaum verheilter Wunden zu zeigen und zu beschreiben, dass man sowohl Trauer als auch Heilung die Zeit geben muss, die sie brauchen. Die Lesenden werden vielleicht in manchen dieser familiären Konstellationen und Beziehungen auch Bruchstücke ihres eigenen Lebens erkennen und verstehen, wieso es diesem Roman gelingt, so tief zu berühren.
Judith Hoersch gibt ihrem Buch einen versöhnlichen Schluss, die Sehnsucht nach Mutterliebe überwindet auch tiefe Gräben, die die Vergangenheit aufgerissen hat. Wenn kein Verstehen möglich ist, so kann doch Verzeihen Heilung bringen. “Niemands Töchter” ist ein feinfühlig geschriebener, tiefgründiger Roman, der durch erzählerisches Können die Lesenden mitnimmt, in das Schicksal dieser vier Frauen einzutauchen und mitzufühlen. Daher gebe ich eine absolute Leseempfehlung für diesen so eindrucksvollen und wirkmächtigen Roman.
Gasperlmaier und die Kunst
Letzter Landler von Herbert Dutzler
In Bad Aussee gastiert das Staatsopernballett und Franz Gasperlmaier, Postenkommandant in Altaussee, muss hin. Das hat seine Frau Christine beschlossen, denn Gasperlmaier hat es nicht so mit der Hochkultur. Doch die Aufführung gefällt ihm, besonders die Schönheit einer Geigerin, Julia, hat es ihm angetan.
Doch am nächsten Morgen ist Julia tot, ermordet.
Nunmehr beginnen die Ermittlungen mit der tatkräftigen Hilfe von Gruppeninspektorin Emina Jovanovic und der Frau Dr. Kohlross, beide aus Liezen. Ein verzwickter Fall, nicht nur die Orchestermusiker, das Ballettensemble und Freunde des Opfers sind potentiell verdächtig, denn Julia hatte wechselnde amouröse Verhältnisse. Doch dann gibt es einen weiteren Toten, diesmal einen Balletttänzer. Waren da Drogen im Spiel? Neben einem Schlagersternchen, das den Toten gut gekannt hat, führen immer mehr Spuren zu den Orchestermitgliedern…
Privat hat Gasperlmaier auch gut zu tun, denn die Eltern von Richelle, seiner Kanadischen Schwiegertochter, sind zu Besuch. Da muss Opa Gasperlmaier schon einmal seine Enkel hüten. Das ist schwierig, aber glücklicherweise wird er schnell bei einem Einsatz gebraucht. Die Einladung nach Kanada, die Richelles Eltern aussprechen, möchte er am Liebsten gleich wieder vergessen, denn der Gasperlmaier will gar nicht von zu Hause weg.
Herbert Dutzler hat mit “Letzter Landler” wieder einen seiner berühmten und teilweise bereits verfilmten Lokalkrimis vorgelegt. Die lieb gewonnenen Figuren haben auch in diesem Band ihren Platz, so der Dr. Altmann, Gasperlmaiers Nachbar, der zur rechten Zeit einen Schnaps ausschenkt. Auch der ehemalige Postenkommandant Friedrich Kahlß hilft bei der Aufklärung des Falles. Natürlich kommen auch die Christine vor, die Gasperlmaier immer sagt, wo es lang geht und seine Tochter Katharina mit ihrer Ehefrau, beides neugierige Journalistinnen. Nicht zu vergessen, hat Herbert Dutzler etliche kleine Seitenhiebe eingebaut, so zum Beispiel auf die Schillingzeitung, die sofort wüste Vermutungen zu den Morden anstellt, natürlich immer mit Fragezeichen hinter den Behauptungen, denn schließlich gilt die Unschuldsvermutung. Diesmal ist auch ein junger Polizist, Kevin, mit von der Partie, der nicht nur in sozialen Netzwerken versinkt, sondern auch kein Benehmen und kein Talent für die Polizeiarbeit hat. Alle diese Figuren sind lebensnah beschrieben und wachsen den Lesenden schnell ans Herz, denn sie passen wunderbar in die Ausseer Landschaft.
Somit dürfen wir uns wieder über einen unterhaltsamen Kriminalroman mit viel Lokalkolorit freuen, der sich nahtlos in die Reihe der bisher erschienenen Bände einreiht. Das Buch ist flott und witzig geschrieben, es gibt viele richtige Indizien und falsche Spuren, bis die Aufklärung der Morde gelingt. Wer Gasperlmaier und seine Familie bisher noch nicht lieb gewonnen hat, wird sicher nach dem Lesen dieses Falles von den Protagonisten und der Szenerie überzeugt sein. Daher kann ich einen fiktiven Urlaub im Ausseer Land nur empfehlen, es warten eine spannende Geschichte und viele originelle Persönlichkeiten.
Lesen lernen macht Spaß
Die Lese-Rakete von Anne Rummenie
Der renommierte Dudenverlag hat mit “Die Lese-Rakete” ein Buch herausgebracht, das es Leseanfängern leicht machen soll, mit Freude lesen zu lernen. Schon das fröhlich gestaltete Hardcover zeigt die Lese-Rakete, die bei jeder Geschichte den Fortschritt der Kinder dokumentieren wird. Autorin Anne Rummenie und Illustratorin Nina Fuchs haben in fünf Kapiteln teils lustige, teils freche und manchmal gereimte Geschichten erfunden, von ganz kurzen Vierzeilern bis zu längeren Texten.
Alle sind jedoch in großer Schrift gedruckt und zu jeder Geschichte gibt es eine passende Illustration.
Diese einfachen Geschichten sind gut geeignet, in ein positives Leseerlebnis einzusteigen, denn die Kinder werden nicht überfordert. Die Texte sind kindgerecht und leicht verständlich, auch für die Erwachsenen durchaus humorvoll. Die große Schrift und das dicke Papier dieses hochwertig ausgestatteten Buches helfen auch schon den Kleinen, Freude am Blättern zu haben. Die phantasievollen farbigen Illustrationen auf jeder Seite des Buches ermöglichen es den Kindern auch einmal inne zu halten und sich auszuruhen, denn Lesenlernen ist wirklich anstrengend. Da in diesem gelungenen Erstlesebuch der Schwierigkeitsgrad jedoch systematisch gesteigert wird, haben die Kinder von der ersten Geschichte an kontinuierliche Erfolgserlebnisse.
Eine weitere Hilfestellung ist die farbliche Silbentrennung. Auch schwierige Wörter, die vielleicht noch die Erwachsenen lesen müssen, sind farblich abgesetzt. Ob das Buch auf die schulischen Lehrpläne der ersten Klassen abgestimmt ist, kann ich nicht beurteilen, eventuell müssen die Erwachsenen bei Buchstaben, die die Kinder noch nicht gelernt haben, aushelfen. Falls Kinder jedoch die Buchstaben aus dem Kindergarten oder der Vorschule bereits kennen, ist das Buch hervorragend geeignet, das Zusammenlauten zu üben.
Somit ist die “Lese-Rakete” ein idealer Einstieg für Leseanfänger. Durch wiederkehrende Erfolgserlebnisse wird die Lesefreude der Kinder geweckt und erhalten. Ich habe das Buch mit dem Sohn einer Freundin gelesen, der bisher eher ein Lesemuffel war. Die Geschichten aber haben ihm viel Spaß gemacht und die Leserakete möchte er zu Hause nachbasteln. Daher- ein toller Start ins Leseuniversum!
Der renommierte Dudenverlag hat mit “Die Lese-Rakete” ein Buch herausgebracht, das es Leseanfängern leicht machen soll, mit Freude lesen zu lernen. Schon das fröhlich gestaltete Hardcover zeigt die Lese-Rakete, die bei jeder Geschichte den Fortschritt der Kinder dokumentieren wird. Autorin Anne Rummenie und Illustratorin Nina Fuchs haben in fünf Kapiteln teils lustige, teils freche und manchmal gereimte Geschichten erfunden, von ganz kurzen Vierzeilern bis zu längeren Texten. Alle sind jedoch in großer Schrift gedruckt und zu jeder Geschichte gibt es eine passende Illustration.
Diese einfachen Geschichten sind gut geeignet, in ein positives Leseerlebnis einzusteigen, denn die Kinder werden nicht überfordert. Die Texte sind kindgerecht und leicht verständlich, auch für die Erwachsenen durchaus humorvoll. Die große Schrift und das dicke Papier dieses hochwertig ausgestatteten Buches helfen auch schon den Kleinen, Freude am Blättern zu haben. Die phantasievollen farbigen Illustrationen auf jeder Seite des Buches ermöglichen es den Kindern auch einmal inne zu halten und sich auszuruhen, denn Lesenlernen ist wirklich anstrengend. Da in diesem gelungenen Erstlesebuch der Schwierigkeitsgrad jedoch systematisch gesteigert wird, haben die Kinder von der ersten Geschichte an kontinuierliche Erfolgserlebnisse.
Eine weitere Hilfestellung ist die farbliche Silbentrennung. Auch schwierige Wörter, die vielleicht noch die Erwachsenen lesen müssen, sind farblich abgesetzt. Ob das Buch auf die schulischen Lehrpläne der ersten Klassen abgestimmt ist, kann ich nicht beurteilen, eventuell müssen die Erwachsenen bei Buchstaben, die die Kinder noch nicht gelernt haben, aushelfen. Falls Kinder jedoch die Buchstaben aus dem Kindergarten oder der Vorschule bereits kennen, ist das Buch hervorragend geeignet, das Zusammenlauten zu üben.
Somit ist die “Lese-Rakete” ein idealer Einstieg für Leseanfänger. Durch wiederkehrende Erfolgserlebnisse wird die Lesefreude der Kinder geweckt und erhalten. Ich habe das Buch mit dem Sohn einer Freundin gelesen, der bisher eher ein Lesemuffel war. Die Geschichten aber haben ihm viel Spaß gemacht und die Leserakete möchte er zu Hause nachbasteln. Daher- ein toller Start ins Leseuniversum!
Witzig und interessant: Kreativ sein macht Spaß
Der Comic-Club von Scott McCloud
Die beiden New-York-Bestseller-Autoren und Illustratoren Raina Telgemeier und Scott McCloud haben mit “Der Comic-Club” eine Geschichte vorgelegt, in der junge Lesende Beispiele und Anregungen finden werden, wie sie ihre kreativen Ideen erfolgreich umsetzen können und vielleicht selbst zu Comic-Autoren werden.
Schon das fröhliche Hardcover zeigt die Hauptfiguren des Buches, die Mitglieder des Comic-Clubs, die eindeutig Spaß und gute Laune haben.
Makayla erfindet gerne Geschichten und hat die tollsten Ideen. Doch etwas fehlt, wie soll sie diese Geschichten umsetzen? Kennst du das auch? Zeichnest du vielleicht auch gerne, vor allem in langweiligen Schulstunden? Dann bist du in diesem Buch richtig, denn hier gründen vier phantasievolle Kinder den Comic-Club. Frau Fatima, die Schul-Bibliothekarin, erklärt ihnen die Grundsätze, die ein guter Verfasser von Comics beachten sollte. Wie sollen die einzelnen Seiten eingeteilt werden? Wo kommt Schrift hin, wo Kritzeleien, wie erkennt man die Gefühle der Figuren an ihren Gesichtern und ihrer Körperhaltung? Was jetzt kompliziert klingen mag, wird im Buch anhand der Geschichte der vier Kinder anschaulich beschrieben.
Das sind die Mitglieder des Comic-Clubs: Makayla ist phantasievoll und extrovertiert. Sie hat immer wieder gute Einfälle und traut sich auch etwas zu. Doch erst gemeinsam mit ihrem Klassenkameraden Howard, der ein begeisterter Zeichner ist, kommt sie auf die Idee, Comics zu machen. Zum Club stoßen noch Art, der gerne etwas Neues ausprobiert und Lynda, die eher schüchtern ist und mehr ihre Fehler als ihr Können in den Zeichnungen sieht. Doch geduldig erklärt Frau Fatima, wie sich die Kinder verbessern können. Als sie sogar auf einer Comic Convention erfolgreich ihre Werke zum Verkauf anbieten, ist allen Kindern klar: Jetzt sind auch sie Comic-Zeichner.
Raina Telgemeier und Scott McCloud haben mit “Der Comic-Club” ein Buch verfasst, dass in einem Comic erklärt, wie Comics entstehen, welche Überlegungen man beachten sollte und wie viele Menschen in unterschiedlichen Berufen tätig werden, bis ein Comic fertig ist. Neben diesen interessanten Aspekten erzählt die Geschichte von Freundschaft, Zusammengehörigkeit und Mut, etwas Neues auszuprobieren. Besonders gefallen hat mir, dass im Buch keine Unterschiede nach Geschlecht, Herkunft und Religion gemacht werden, sondern dass immer wieder darauf hingewiesen wird, dass in diesem Club jeder willkommen ist. Da das hochwertig ausgestattete Buch wenig Text, dafür aber viele großartige Illustrationen enthält, ist es hervorragend für Lesemuffel geeignet. Und natürlich für Kinder, die gerne selbst kreativ werden wollen, denn das Buch ermutigt sie dazu, eigene Ideen umzusetzen und sich dazu mit Gleichgesinnten zusammenzutun.
Diese fröhliche Comic-Welt ist auch Erwachsene interessant, denn die Bedeutung von Körpersprache und Mimik wird gut erklärt. Die Texte sind humorvoll, das Buch trägt dazu bei, Vorbehalte gegenüber Comics abzubauen, denn manche Erwachsene meinen, Comics seinen eigentlich kein richtiges Lesemedium. Wenn man jedoch sieht, wie kompliziert die Zusammenhänge und die einzelnen Arbeitsschritte sind, bis ein Comic fertig ist, bekommt man großen Respekt vor der Leistung der Autoren und Illustratoren. Doch Comics leben immer auch von der Phantasie der Lesenden, die in Gedanken die einzelnen Bilder verbinden und dabei eigene Szenarien entwerfen. Daher- her mit Comics, die alle Genres von der Liebesgeschichte bis zum Krieg der Galaxien bildhaft darstellen können und die dazu beitragen, dass bei den Lesenden sofort Kopfkino abläuft.
Ich habe das Buch mit meiner neun Jahre alten Enkelin gelesen, die vom Alter her genau in die Zielgruppe passt, denn das Buch wird für Kinder von acht bis zwölf Jahren empfohlen. Da sie Comics mag- sie guckt lieber, als viel Text zu lesen- war sie natürlich sofort begeistert. Zwar behauptet sie, nicht zeichnen zu können, hat sich jedoch mit Papier und Bleistift hingesetzt, als sie sich unbeobachtet glaubte. Wir haben dann gemeinsam überlegt, welchen Titel unser Lieblingscomic haben sollte und welche Figuren vorkommen sollten. Ihrer Meinung nach müssen Tiere die Geschichte erzählen- so waren wir schnell in unserer eigenen Phantasiewelt. Und das ist eigentlich das Beste, das ein Buch bewirken kann, die Lesenden mit auf eine Phantasiereise zu nehmen. Daher empfehlen wir den “Comic-Club” gerne allen großen und kleinen fröhlichen und kreativen Mitlesenden weiter.
Freunde sind das Beste auf der Welt
Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte von Gareth Ryans
Der bekannte Autor und Illustrator Gareth Ryans hat mit dem Bilderbuch “Das Gespenst, das nicht allein sein wollte” eine wunderbare Freundschaftsgeschichte vorgelegt. Schon das phantasievolle Hardcover zeigt den Kindern das kleine Gespenst, das noch traurig auf der Suche nach Freunden ist. Doch bereits hier beginnt man zu ahnen, dass neben dem Schloss, in dem das kleine Gespenst wohnt, viele Tiere leben- und vielleicht sogar noch ein anderes Gespenst?
Das kleine Gespenst ist freundlich und schüchtern, aber es ist immer allein.
Eine Übernachtungsparty mit Freunden wäre doch toll. So fragt es alle Tiere des Waldes, ob sie zur Party kommen können, doch leider haben alle keine Zeit. Die Henne muss ihre Eier ausbrüten, der Frosch im Wasser bleiben und das Eichhörnchen die Nüsse suchen, die es vergraben hat. Traurig sitzt es beim Schlossteich, doch ganz überraschend stellt es fest, dass man auf Freunde gerade dann zählen kann, wenn man es am wenigsten erwartet.
Gareth Ryans hat eine zauberhafte Geschichte erfunden, die durch seine phantasievollen, detailreichen und liebevoll gezeichneten Illustrationen hervorragend unterstützt wird. Der Text ist kindgerecht und leicht verständlich, das Buch wird für Kinder ab drei Jahren empfohlen. Die Idee der Übernachtungsparty wird nicht nur die ganz Kleinen begeistern, sondern auch bei älteren Geschwistern großen Widerhall finden. Denn niemand möchte gerne alleine sein.
Dieses hochwertig ausgestattete Buch überzeugt auch durch das Großformat, das dicke Papier garantiert, dass die kleinen Lesenden das Buch oft zur Hand nehmen können. Denn diese wunderbare Freundschafts- und Mutmachgeschichte kann man sicher immer wieder gerne hören. Und das kleine Gespenst würden die Kinder sicher am Liebsten selbst zum Freund haben.
Ich habe dieses Buch, das sich hervorragend als Gute- Nacht Geschichte eignet, mit meinem vier Jahre alten Enkel gelesen. Wir fanden das kleine Gespenst zum Knuddeln und nehmen es auf unsere Übernachtungsparty mit, denn es wird in ein Bücherregal gestellt, das ganz nahe beim Kinderbett steht. So ist es nicht mehr alleine und wird hoffentlich noch viele Freunde finden. Wir können dieses Bilderbuch allen kleinen Leseratten, und natürlich den vorlesenden Erwachsenen, wirklich empfehlen.
Burning Hearts
Fall into Dreams von Amy Baxter
Die schon durch ihre erfolgreichen Romanreihen (San Francisco Ink, King´s Legacy) bekannte Autorin Amy Baxter hat mit “Fall into Dreams” den ersten Band ihrer Trilogie “The Club- Empire” vorgelegt.
Raymond Walker hat von seinem Vater einen Nachtclub in New York geerbt, mit den in diesem Milieu üblichen kriminellen Machenschaften möchte er nichts zu tun haben.
Als ein minderjähriges Mädchen in Begleitung zwielichtiger Gestalten in der VIP-Lounge aufgegriffen wird, trifft Raymond Amber wieder, die ehemals beste Freundin seiner jüngeren Schwester. Ausgerechnet Amber ist die Mutter dieses viel zu stark geschminkten und nur leicht bekleideten Mädchens, Isabella.
Diese Begegnung ist für beide schicksalhaft. Zwischen ihnen entwickelt sich eine immer stärkere Anziehung, obwohl beide noch schwer an ihrer Vergangenheit zu tragen haben. Dieses Begehren wird auch nicht durch brutale Ereignisse in diesem harten Club-Milieu gemindert, Amber und Raymond scheinen für einander bestimmt. Doch da ist Isabella, Ambers Tochter, ausgerechnet sie hat Verbindungen zu einer Mafiafamilie, denn sie ist in den Enkelsohn eines berüchtigten Mafiabosses verliebt. Auch Raymond findet heraus, dass sein Vater Geschäftsbeziehungen zu dieser verbrecherischen Organisation hatte. Plötzlich sind Amber und Isabella in höchster Gefahr, doch Raymond wird sie beschützen- um jeden Preis und wenn es sein Leben kostet.
Amy Baxter hat in diesem Liebesroman nicht nur starke Gefühle, prickelnde Erotik und unbändige Anziehungskraft beschrieben, sondern auch bedingungslose Mutterliebe, die Amber ihrer Tochter Isabella entgegenbringt. Obwohl sie das Kind alleine aufgezogen hat ist aus Amber eine starke und selbstbewusste Frau geworden, die nur eines vermisst: Ihre beste Freundin Flo, die jüngere Schwester von Raymond, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Amber ist stolz und zielstrebig in ihrem Beruf als Immobilienmaklerin, sich ihrer Beziehung zu Raymond jedoch nicht sicher. Dennoch löst er Gefühle in ihr aus, die lange verschüttet waren.
Raymond, der es gewohnt ist, in einem harten Milieu zu leben, wirkt anfangs sehr verschlossen. Ihn belastet ein Geschehen aus seiner Vergangenheit, eine vermeintliche Schuld, die er nicht abschütteln kann. Doch seit er Amber wieder getroffen hat wird ihm langsam bewusst, wie viel sie und Isabella ihm bedeuten. Er wünscht sich, zur Ruhe zu kommen, geliebt zu werden, vielleicht eine Familie zu gründen. Denn er hat nicht nur Amber, sondern auch Isabella in sein Herz geschlossen. Erst durch seine neue Liebe beginnt Raymond, sich von seiner Vergangenheit und seinen Schuldgefühlen zu lösen.
Die einzelnen Kapitel des Buches sind jeweils aus der Sicht von Raymond oder Amber geschrieben. So fällt es den Lesenden leicht, die Gefühlswelt der Protagonisten nachzuvollziehen und ihre Handlungsweisen zu verstehen. Auch Isabella, sechzehn Jahre alt, ein typischer Teenager, der seine Grenzen austestet und bis über beide Ohren in Matteo, den Enkel des Mafiabosses, verliebt ist, ist eine Figur, die man ins Herz schließen kann.
“Fall into Dreams” ist ein gelungener zeitgenössischer Liebesroman, der leicht lesbar ist und alles bietet, was man von diesem Genre erwartet. Neben tiefen Gefühlen, dramatischen Ereignissen und verzehrendem Verlangen bietet die Geschichte nicht nur eine gelungene Milieuschilderung des New Yorker Nachtlebens mit all seinen kriminellen Verstrickungen, sondern auch prickelnden Spice und Erotik. Ein Highlight ist die zur Story passende Playlist. Leserinnen, die diese Zutaten zu schätzen wissen, haben mit “Fall into Dreams” sicher zum richtigen Buch gegriffen.











