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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

Ein spannendes Dilemma

Die Herzchirurgin von Jack Jordan

Ein spannendes Dilemma

Inhalt:
Dr. Anna Jones ist Herzchirurgin. Als ihr achtjähriger Sohn Zack entführt wird, steht sie vor der Wahl, sein Leben zu retten, indem sie bei der bevorstehenden Operation einen beliebten Politiker sterben lässt, oder Zacks Ermordung durch die Entführer in Kauf zu nehmen.

Keine leichte Entscheidung für eine Ärztin und Mutter!

Die Krankenschwester Margot hält sich mit Diebstählen über Wasser, erkennt aber die Chance auf ein besseres Leben, als sie ihr über den Weg läuft.

DI Rachel Conaty ermittelt im Fall von Annas ermordeter Nachbarin. Ihr Bauchgefühl ist untrüglich, doch sie findet einfach keine Beweise.

Meine Meinung:
Insgesamt ist dieser Thriller wirklich spannend und unterhaltsam. Besonders gut hat mir die erste Hälfte des Buches gefallen. Hier ist das Dilemma, in dem Anna steckt, das Hauptthema. Sehr gut stellt der Autor ihre inneren Nöte dar. Man bangt unweigerlich mit der Mutter des entführten Jungen mit und fragt sich, wie man selbst in einer solchen Situation entscheiden würde. Sie sucht verzweifelt nach einem Ausweg, erwägt alle möglichen Alternativen. Bis zur bzw. bis zum Ende der OP wusste ich tatsächlich nicht, wie sie sich entscheiden würde und hing deshalb gebannt an den Seiten.

Im zweiten Teil nimmt die Story dann etwas ab. Anna erscheint immer unsympathischer, ebenso Margot. Hier konnte ich noch am meisten mit Rachel mitfiebern, denn sie war mir sehr sympathisch und wurde von ihren Vorgesetzten grausam missverstanden.

Die Handlung hat dann noch ein paar überraschende Wendungen parat. Kaum denkt man, man könnte nun die Richtung vorhersehen, dreht sich im nächsten Kapitel wieder alles. Das wirkt zwar ein wenige konstruiert, erhält aber definitiv die Spannung.

Der Schreibstil ist vollkommen in Ordnung, nichts Aufregendes, aber gut und flüssig zu lesen. Die abwechselnde Erzählung aus den Ich-Perspektiven der drei Protagonistinnen fügt die Geschichte nach und nach zusammen und gewährt den Lesenden einen guten Einblick in die Charaktere.

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Köstlicher Humor vor ernstem Hintergrund

Getraut von Susanne Fröhlich

Köstlicher Humor vor ernstem Hintergrund

Inhalt:
Andrea Schnidts Ex-Schwiegervater Rudi und seine Irene wollen heiraten. Aber dann platzt der Termin und es geht drunter und drüber. Auch Andrea wartet sehnsüchtig auf einen Antrag ihres Lebensgefährten Paul, doch der denkt gar nicht dran. So versucht Andrea sich in den Seminaren des charismatischen Jerome selbst zu verwirklichen …

Meine Meinung:
Dies ist nun schon der 12.

Band der Reihe um Andrea Schnidt und ihre Familie. Sicher kann man ihn auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber noch mehr Spaß macht es, wenn man den „Werdegang“ der Figuren kennt.

Wie immer gerät Andrea in allerlei skurrile Situationen, aus denen sie mit mehr Herz als Verstand wieder herauskommt. Dies liest sich zumeist sehr lustig und sorgt für ein Lächeln oder ein Grinsen im Gesicht der Lesenden. Allerdings war mir die Geschichte mit der Hundekacke viel zu breit ausgewalzt und nicht wirklich schön zu lesen. Dafür habe ich mich über andere Dinge bzw. Personen umso mehr amüsiert. Die ach so etepetete Ragnhild ist ein toller Gegensatz zu Andrea, und zu zweit sind sie zum Totlachen. Auch in der Rolle als Oma hat mir Andrea gut gefallen.

Der Schreibstil ist wie immer klasse und flutscht nur so. Alles wirkt so lebendig und dynamisch, da kommt keine Langeweile auf. Eine besondere Freude ist mir immer Rudi, der ein unheimlich großes Herz hat und in schönstem Hessisch direkt sagt, was er denkt. Herrlich!

Fazit:
Für Fans der Reihe ein Muss!

Die Reihe:
1. Frisch gepresst
2. Frisch gemacht!
3. Familienpackung
4. Treuepunkte
5. Lieblingsstücke
6. Lackschaden
7. Aufgebügelt
8. Wundertüte
9. Feuerprobe
10. Verzogen
11. Abgetaucht
12. Getraut

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Besonders in der 2. Hälfte sehr spannend

NIGHT - Nacht der Angst von Riley Sager

Besonders in der 2. Hälfte sehr spannend

Inhalt:
Die junge Studentin Charlie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Freundin, die einem Serienkiller zum Opfer gefallen ist. Sie möchte einfach nur alles hinter sich lassen und nach Hause zu ihrer Großmutter fahren. Schnell hat sie eine Mitfahrgelegenheit gefunden, den sympathischen Josh.

Ihrem Freund Robbie verspricht sie, die Reise mit Josh sofort abzubrechen, falls ihr etwas seltsam vorkommen sollte. Und tatsächlich erhärtet sich schon bald der Verdacht, dass ausgerechnet Josh der Campuskiller sein könnte. Doch Charlie sieht keine Möglichkeit zu entkommen …

Meine Meinung:
Anfangs hatte ich große Schwierigkeiten, Charlies Handlungsweisen nachzuvollziehen. Ihre beste Freundin ist gerade einem Serienkiller zum Opfer gefallen, und sie hat nichts Besseres zu tun, als zu einem wildfremden Mann ins Auto zu steigen und durch die Nacht zu fahren. Ihr Freund Robbie bringt sie zwar zu der einsamen Stelle, wo sie abgeholt werden soll, lässt sie dann aber dort allein warten und geht lieber in sein Wohnheim zurück. Natürlich entstehen dadurch Spannungs- und Gruselmomente, aber rational finde ich dieses Verhalten nicht.

Nun gut, der weitere Verlauf der Handlung konnte mich für solche für mich unverständlichen Dinge entschädigen, denn es wird vor allem in der zweiten Hälfte des Buches richtig spannend. Der Autor spart hier nicht an unerwarteten Wendungen. Kaum hat man eine Ahnung, wer, wie und warum, wird das Ruder herumgerissen und alles ist anscheinend ganz anders. Das hat richtig Spaß gemacht zu lesen.

Dass ich mich mit der Protagonistin nicht identifizieren konnte, hat dann auch gar nicht mehr gestört. Im Gegenteil, alles, was sie erlebt, ist mit einer gewissen Distanz viel besser zu ertragen.

Fazit:
Dieser Thriller beginnt recht gemächlich, dreht dann aber richtig auf und beschert der Leserschaft ein paar spannende Lesestunden. Wer sich einfach nur locker unterhalten lassen möchte, ist damit gut bedient.

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Ein solides Werk

Kuckuckskinder von Camilla Läckberg

Ein solides Werk

Inhalt:
Der berühmte Fotograf Rolf Stenklo wird in einer Galerie ermordet, wo er gerade die wichtigste Ausstellung seines Lebens vorbereitet. Patrick Hedström und sein Team kommen nur schleppend voran, denn anscheinend war Rolf bei allen beliebt.

Derweil beginnt Erica Falck mit den Recherchen zu ihrem neuen Buch.

Es soll von der Ermordung der Transfrau Lola und ihrer sechsjährigen Tochter Pytte im Jahr 1980 handeln. Die Tat wurde niemals aufgeklärt.

Meine Meinung:
Vier Jahre mussten die Fans, zu denen ich auch mich zähle, warten, bis nun endlich diese Reihe fortgesetzt wurde. Es ist der 11. Band, aber man kann ihn problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Das bisherige Privatleben spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Ganz nach ihrem üblichen Schema baut Camilla Läckberg auch diesen Kriminalroman auf. Patrick und Erica ermitteln bzw. recherchieren zu zwei verschiedenen Fällen, die sich am Ende aber als stark zusammenhängend erweisen.

Dabei wirft die Autorin der Leserschaft immer nur kleine Häppchen hin, bevor wieder die Perspektive gewechselt wird und es an anderer Stelle weitergeht. So wird Spannung erzeugt und Atmosphäre aufgebaut.

Das Buch ist solide ausgearbeitet, aber nicht ganz so spannend (vom Schluss abgesehen) wie manch anderes Werk der Autorin. Auch den Titel finde ich etwas unglücklich gewählt.

Jetzt bin ich gespannt, ob wir wieder so lange auf eine Fortsetzung warten müssen. Ich hoffe es nicht! Denn es ist immer wieder ein Vergnügen, mit Erica und Patrick auf Mördersuche zu gehen.

Die Reihe:
1. Die Eisprinzessin schläft
2. Der Prediger von Fjällbacka
3. Die Töchter der Kälte
4 .Die Totgesagten
5. Engel aus Eis
6. Meerjungfrau
7. Der Leuchtturmwärter
8. Die Engelmacherin
9. Die Schneelöwin
10. Die Eishexe
11. Kuckuckskinder

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Keine abgeschlossene Handlung :(

Der Strand: Vermisst von Karen Sander

Keine abgeschlossene Handlung :(

Inhalt:
Die neunzehnjährige gehörlose Lilli Sternberg wird vermisst. Sie war am Strand mit ihrer Freundin Fabienne verabredet, ist dort aber nie angekommen. Der einzige Hinweis ist eine WhatsApp-Nachricht von Lillis Handy an Fabienne mit einer codierten Nachricht.

Deshalb zieht der Ermittler Tom Engelhardt die Kryptologin Mascha Krieger vom LKA hinzu.

Meine Meinung:
Die Story ist an und für sich recht fesselnd. Es gibt eher spannende Szenen, dann aber auch wieder gefühlvolle. Das Verhältnis von Polizeiarbeit und Privatleben ist dabei ganz nach meinem Geschmack, nämlich mehr in Richtung Polizeiarbeit.

Diese wirkt zuweilen zwar nicht besonders professionell, aber im Großen und Ganzen ist das in Ordnung. Auch Polizisten sind nur Menschen und agieren nicht immer perfekt.

Der Kriminalfall ist komplex bzw. es gibt mehrere Verbrechen, von denen aber nicht alle aufgeklärt werden. Wer wissen will, wo Lilli abgeblieben ist und wer für ihr Verschwinden verantwortlich ist, kann sich das Lesen sparen. Das wird nämlich in diesem Auftaktband der Trilogie nicht aufgeklärt.

Und das ist dann auch der Grund für meine recht schlechte Bewertung, obwohl mir das Buch ganz gut gefallen hat. Es wird vom Verlag und vom Buchhandel nicht klar kommuniziert, dass es sich nicht um einen eigenständigen Thriller handelt, sondern die Aufklärung wohl erst im 3. Band stattfinden wird. So wird das Buch sogar als „Band 1 der drei in sich abgeschlossene Thriller“ beworben. Da fühle ich mich einfach veräppelt und habe auch keine Lust, die Reihe weiter zu verfolgen.

Ein kleiner Trost: Band 2 wird bereits im März 2023 und Band 3 im Juni 2023 erscheinen. Die geneigte Leserschaft tut vielleicht gut daran, bis dahin zu warten und dann die komplette Trilogie hintereinander weg zu lesen.

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Nicht schlecht, aber ...

Happy New Year - Zwei Familien, ein Albtraum von Malin Stehn

Nicht schlecht, aber …

Inhalt:
Silvester 2018. Die Freundinnen Nina, Lollo und Malena treffen sich mit ihren Familien im Haus von Lollo, um gemeinsam das neue Jahr zu begrüßen. Unterdessen veranstalten die siebzehnjährigen Töchter von Nina und Lollo in Ninas Haus ihre eigene Party. Am nächsten Tag ist Jennifer, Lollos Tochter, spurlos verschwunden.

Meine Meinung:
Mich konnte dieser Roman leider nicht so begeistern wie viele andere. Zwar musste ich mich nicht zum Weiterlesen zwingen, aber wirklich gefesselt war ich nicht.

Was sich nach der Inhaltsbeschreibung nach Krimi oder Thriller anhört, ist eher ein Familiendrama. Dafür war es mir dann aber nicht tiefgründig genug, sondern zielte eher auf Spannung ab, die jedoch nicht da war. Es werden im Verlauf des Buches einige Geheimnisse gelüftet, der Großteil davon allerdings erst im letzten Viertel. Davor dümpelt die Handlung ein wenig vor sich hin. Leider war mein Interesse dann schon ziemlich erloschen, als es dann endlich richtig losging mit der Spannung.

Sehr gut haben mir die Perspektivwechsel gefallen. Es wird aus der Sicht von Nina, Ninas Ehemann Fredrik und Lollo erzählt. Die Kapitel sind dabei klar zugeordnet.

In den ersten drei Vierteln des Buches gingen mir aber alle drei Protas ziemlich auf die Nerven. Sie wirken zum Teil oberflächlich, egoistisch und jämmerlich. Ständig geht es um „Ach, hätte ich nur …“ , „Was soll ich nur …“, „Ich tue mir ja so leid …“ Das hat mich einfach nicht gereizt. Und da konnte auch das wirklich sehr gut gelungene letzte Viertel das Ruder nicht mehr herumreißen.

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Komplexer und äußerst fesselnder Krimi

Blutmond von Jo Nesbø

Komplexer und äußerst fesselnder Krimi

Inhalt:
Nach dem Tod seiner Frau Rakel ist Harry Hole in Los Angeles gelandet, wo er seine Wunden leckt und immer mehr im Alkohol versumpft. Währenddessen werden in Oslo zwei junge Frauen ermordet. Ein Immobilienhai steht unter Verdacht. Er heuert Harry Hole als Privatdetektiv an, um seine Unschuld zu beweisen.

Meine Meinung:
„Blutmond“ ist bereits der 13. Teil der Reihe um den Osloer Polizisten und Spezialisten für Serienmörder Harry Hole, lässt sich aber sicher auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Es spielen zwar Charaktere aus den früheren Bänden eine Rolle, der Hintergrund wird aber hier noch mal kurz aufgerollt, sodass man alles Nötige erfährt. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen.

Harry Hole ist ein Mensch mit vielen Problemen. Es gibt Krimis, da geht es mir auf die Nerven, wenn schon wieder ein Kommissar Alkoholiker ist oder sonst ein Handycap hat. Aber Jo Nesbø versteht es, seinen Helden so authentisch darzustellen, dass das für mich einfach alles zusammenpasst. Dabei entwickelt sich Harry Hole in meinen Augen hin zum Besseren. Auch wenn er in diesem Band kurz vorm Abgrund steht, wirkt er doch immer sympathischer und menschlicher.

Der Schreibstil ist wie immer sehr flüssig und rund. Man kann sich einfach fallen lassen und die Seiten fliegen nur so dahin. Das ist einerseits entspanntes Lesen, aber die Story ist total spannend. Als Leser*in weiß man immer ein bisschen mehr als die Ermittler, vor allem, dass der Täter weiter töten wird. Das lässt einen zuweilen den Atem anhalten.

Die Handlung ist genial aufgebaut. Sie ist ziemlich komplex und man muss genau die einzelnen Fäden verfolgen, die sich teilweise überkreuzen und leicht zu einem Knoten führen können. Das ist wirklich klasse gemacht. Es werden einige Verdächtige aufgebaut, aber es bleibt bis kurz vor Schluss undurchsichtig und damit hoch spannend.

Fazit:
Auch der 13. Band der Reihe ist absolut spannend und unterhaltsam. Für Fans wie für solche, die es werden wollen.

Die Reihe:
1. Der Fledermausmann
2. Kakerlaken
3. Rotkehlchen
4. Die Fährte
5. Das fünfte Zeichen
6. Der Erlöser
7. Schneemann
8. Der Leopard
9. Die Larve
10.Koma
11. Durst
12. Messer
13. Blutmond

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Wieder ziemlich spannend und humorvoll

Zorn - Ausgelöscht von Stephan Ludwig

Wieder ziemlich spannend und humorvoll

Inhalt:
Die Kriminalkommissare Zorn und Schröder haben eine harte Nuss zu knacken. Jakob Fender wurde fast zu Tode geprügelt und seine linke Hand schwer verletzt. Dummerweise kann er sich an nichts erinnern, als er im Krankenhaus aufwacht. Doch bald gibt es einen Mordfall und schnell steht für Schröder fest, dass das Mordopfer mit derselben Tatwaffe „behandelt“ wurde.

Doch wo ist die Verbindung?

Meine Meinung:
Dies ist schon der 12. Band der Reihe um die beiden skurrilen Kommissare. Ihre Beziehung zueinander und ihr Privatleben spielen immer eine große Rolle. Insofern sind Vorkenntnisse wünschenswert, weil man sonst ihre herrlichen Dialoge gar nicht gebührend schätzen kann. Der Fall ist aber in sich abgeschlossen. Daher könnte man das Buch durchaus auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen.

Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen der Polizei und dem ersten Opfer, Jakob Fender. Das ist gut gelungen, weil man so mitbekommt, wie beide Seiten an die Lösung des Verbrechens herangehen. Ich empfand das Buch von vorne bis hinten als sehr spannend und durch die schrägen Dialoge von Zorn und Schröder auch als recht humorvoll und total unterhaltsam.

Die Reihe:
1. Tod und Regen
2. Vom Lieben und Sterben
3. Wo kein Licht
4. Wie sie töten
5. Kalter Rauch
6. Wie du mir
7. Lodernder Hass
8. Blut und Strafe
9. Tod um Tod
10. Zahltag
11. Opferlamm
12. Ausgelöscht

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Nett zu lesen

Die Unverbesserlichen - Der große Coup des Monsieur Lipaire von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Nett zu lesen

Inhalt:
Mit kleinen Gaunereien bessert der alternde Guillaume Lipaire sein Budget auf. Als er dabei über eine Leiche stolpert, wittert er das große Geld und macht sich zusammen mit seinem jungen Freund, dem Wassertaxifahrer Karim Petitbon, auf die Suche nach dem Schatz. Bald gesellen sich noch weitere Personen zu der Truppe, die ebenfalls ihren Anteil beanspruchen.

Doch erst einmal muss man es mit dem ortsansässigen Adel aufnehmen …

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, hundertprozentig begeistern konnte mich das Buch nicht. Den Anfang fand ich noch ganz wunderbar. Doch dann zieht sich das Ganze ziemlich in die Länge, ohne dass viel Großartiges passiert. Auch an Spannung hat es mir ein bisschen gefehlt. Die Figuren sind herrlich schräg und damit ist ein Lächeln im Gesicht vorprogrammiert. So ist das Buch dann trotzdem sehr unterhaltsam. Es vermittelt auch eine wundervolle Urlaubsstimmung mit seinen atmosphärischen Beschreibungen von Land und Leuten an der Côte d’Azur.

Die Herren Autoren bedienen sich vieler Klischees, was mal gut, mal weniger gut bei mir ankommt, je nach Situation. Es ist einfach ein Cosy Crime wie so viele andere auch, handwerklich zwar gut gemacht, aber halt nicht aus der Masse der guten Bücher herausragend.

Die Reihe wird voraussichtlich im Mai 2023 fortgesetzt mit Band 2: „Die Unverbesserlichen. Die Revanche des Monsieur Lipaire“. Ob ich dranbleibe, weiß ich jetzt noch nicht. Vielleicht hoffe ich lieber auf einen neuen „Klufti“ ;-)

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Ein bibliophiles Stück Zeitgeschichte

Die Bücher, der Junge und die Nacht von Kai Meyer

Ein bibliophiles Stück Zeitgeschichte

Inhalt:
Leipzig, 1943. Ein zehnjähriger Junge kennt kaum etwas anderes als sein fensterloses Zimmer, in dem er gefangen gehalten wird. Er verbringt seine Tage mit dem Lesen von Büchern und entflieht so der Wirklichkeit. Diese holt ihn in einer Dezembernacht ein, als das Graphische Viertel Leipzigs unter dem Bombenhagel zu brennen beginnt und er nur mit Hilfe eines Bücherdiebs entkommen kann.

München, 1971. Robert Steinfeld und seine Kollegin Marie Ludwig handeln mit seltenen Ausgaben von Büchern. Als Marie die Bibliothek des verstorbenen Konrad Pallandt auflösen soll, findet sie dort Ausgaben von Roberts Vater, die es eigentlich gar nicht geben kann.

Leipzig, 1933. Der Buchbinder Jakob Steinfeld verliebt sich haltlos in die junge Juli Pallandt, die jedoch kurz darauf spurlos verschwindet.

Meine Meinung:
Ich liebe die Bücher von Kai Meyer, und ich mag keine historischen Romane. Was also tun, wenn Kai Meyer einen historischen Roman schreibt? - Lesen natürlich! Jeder verdient schließlich eine Chance. Und ich kann gleich sagen, ich habe es nicht bereut. „Die Bücher, der Junge und die Nacht“ war eins meiner Highlights in diesem Jahr. Die Handlung ist dermaßen fesselnd, dass der Autor mir die geschichtlichen Aspekte wie nebenbei unterschieben konnte. Wobei „unterschieben“ vielleicht nicht der richtige Ausdruck ist, denn eigentlich wurden auch sie mir eher spannend und interessant aufbereitet.

Durch den bildhaften, manchmal ein wenig blumigen Schreibstil konnte ich tief in die Geschichte eintauchen und alles um mich herum vergessen. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren. Das macht für mich unter anderem ein tolles Buch aus.

Das Erzählen über drei Zeitebenen ist dem Autor super gelungen. In jedem Handlungsstrang tauchen nach und nach immer mehr Bruchstücke der Gesamthandlung auf, sodass erst am Ende alles zusammen zu einem vollständigen Bild verknüpft wird. Für mich waren dabei alle drei Zeitstränge gleich fesselnd, sodass der Lesegenuss nie nachließ. Man findet sich auch super zurecht, in welchem Jahr man gerade liest, denn erstens ist das entsprechende Jahr bei einem Perspektivwechsel angegeben und zweitens sind die Protagonisten jeweils andere.

Hauptsächlich verströmt dieser Roman die Liebe zu den Büchern, aber auch die Liebe unter Menschen bekommt ihren Raum. Alles in allem ist es ein wirklich lesenswertes Stück Zeitgeschichte für alle, die Bücher lieben.

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