Kunden em pfehlungen
Rezensionen von M:
Siefinder und Erfinder
Neon und Bor von Marc-Uwe Kling; Jan Cronauer
In sechs Geschichten erzählt Marc-Uwe Kling von der 9jährigenNeon und ihrem Babybruder, Verzeihung ihrem Bruder dem Menschen im mittlerem Frühstadium der postnatalen körperlichen Entwicklung, und deren Erfindungen. Jede Erfindung ist eine gute Idee, wie z.B. die Aufräummaschine Tim, endet dann aber ganz anders.
Das Buch ist sehr schön bunt, mit vielen teilweise Seitengroßen farbfrohen Bildern zu jedem Kapitel gestaltet und damit der Text aufgelockert. Die Geschichten und Ideen der Kinder und manche Worte sind witzig, wie die Hutze - eine Mischung zwischen Hund und Katze, weil beide Kinder sich nicht auf ein Haustier einigen können. Der Schreibstil der Geschichte ist manchmal etwas holperig durch Abkürzungen oder Erklärungen. Bei manchen Erklärungen waren sich unsere Kinder dann auch nicht sicher, ob sie wissenschaftlich stimmen oder nur ein Witz sein sollten. Meiner Ansicht nach kann das Buch nicht mit der Kinderbuchreihe um Max, Tiffany und Luisa und deren Eltern und Oma und Opa mithalten.
Lehrerin mit Herz in einer schweren Zeit
Die Trümmerschule Zeit der Hoffnung von Maly Beate
Nach dem Krieg kommt die jüdische Lehrerin Stella wieder ins zerstörte Wien, um dort an einem Gymnasium zu unterrichten. Sie hatte den Krieg, in dem ihre ganze Familie im KZ getötet wurde, durch ihre Flucht nach England überlebt. Im Schuldienst in Wien hat sie mit Vorurteilen und Hass zu kämpfen, eckt mit ihren, für die damalige Zeit, modernen Lehrmethoden an, erfährt aber auch Freundschaft, Lob und Liebe.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist gut und flüssig zu lesen. Die Geschichte ist ein Zeitzeugnis und gibt dem Leser einen Einblick in den Schulalltag und die Lehrmethoden in der damaligen Zeit und zeigt, dass auch nach dem Krieg noch Antisemitismus geherrscht hat und nicht alles gut war. Man erfährt von Zerstörung und Not aber auch von Wiedergutmachung und neuem Mut. Alles kann man sich durch die gute Beschreibung der Autorin bildlich vorstellen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Trümmerschule.
Spannendes und lustiges Buch über einen Jungen mit Angststörungen
Schisser und ich 1 von Frank Schmeißer
Mit Schisser und ich hat Frank Schmeißer ein sehr schönes Kinderbuch für Kinder ab ca 8 Jahren geschrieben und Melanie Garanin hat dazu die sehr schönen Illustrationen gemacht, die schon auf der ersten Seite die Personen des Buchs perfekt bildlich vorstellen. Die Kapitel sind relativ kurz und so auch für Nichtvielleser gut zu bewältigen.
Das Buch eignet sich zum selberlesen aber auch zum gemeinsamen lesen oder vorlesen. Die Geschichte von Jakob, der mit seinen Eltern und seiner Schwester in eine neue Umgebung zieht ist für Kinder gut verständlich und auch die Probleme, die Jakob mit seinen Ängsten oder seinem , wie er sagt verückten Kopf hat, sind für Kinder gut beschrieben und vorstellbar. Die Geschichte ist spannend und lustig, eine ideale Zusammensetzung für ein Kinderbuch, an dem auch vor- oder mitlesende Erwachsene Spaß haben.
Tolles Buch über ein besonderes Mädchen
Fischtage von Charlotte Brandi
Das Cover des Buchs Fischtage gefällt mir ausgesprochen gut und zeigt direkt, worum es in dem Buch geht. Es geht um Ella, die 16 jährige mit Agressionsproblemen, deren Eltern sich gerade trennen und für die ihre Kinder eine Nebenrolle spielen. Als Ellas Bruder plötzlich verschwindet und das die Eltern kaum interessiert, macht sie sich auf die Suche.
Ella trifft unterschiedlichste Menschen, Situationen und unerwartete Freundschaften. Das Buch ist aus Sicht der Jugendlichen in ihrer Sprache geschrieben und wirkt so authentisch. Die Personen sind gut beschrieben, so dass man sie fast vor sich sehen konnte und trotz ihrer Schwierigkeiten habe ich Ella direkt ins Herz geschlossen. Die Kapitel sind relativ kurz und waren schnell weggelesen. Erwartet hatte ich, dass es im Buch mehr um Ellas Verhalten geht, ähnlich Systemsprenger, aber ihr Verhaltensproblem wird im Verlauf der Handlung immer unwichtiger.
Familiengeschichte
Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben von Gabriella Engelmann
Gabriella Engelmann erzählt in ihrem Buch Der Gesang der Seeschwalben eine Familiengeschichte, die auf der Insel Sylt spielt. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, im Jetzt und in der Zeit um 1930. Das Buch ist der erste Teil der Reihe Die Bücherfreuen von Listland, ist aber trotzdem ein in sich abgeschlossene Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, besonders die Beschreibungen des Umlandes, der Insel und der Nordsee haben mir gut gefallen, sie sind teilweise poetisch und man spürt beim lesen die beruhigende Wirkung von Insel und Meer. Die Familiengeschichte birgt viele Geheimnisse, die im Buch nach und nach aufgeklärt werden und so den Leser teilhaben lassen an Freude, Sorgen und Gefühle der Protagonisten. Ein Blick wird auch auf die politische Lage der damaligen Zeit und die unterschiedlichen Einstellungender Menschen geworfen. Und natürlich ist neben bzw mit der Familiengeschichte auch eine romantische Liebesgeschichte dabei. Ich finde, das Buch ist eine wunderbare Urlaubslektüre zum entspannen und freue mich schon auf den zweiten Band der Bücherfrauen von Listland und das Geheimnis der Schwestern.
Kein gewöhnlicher Aal
Egal, sagt Aal von Julia Regett
Der Aal aus Julia Regetts Bilderbuch ist kein gewöhnlicher Aal. Ihm ist alles egal. Egal, was es zu futtern gibt, ob hungrige Hai in der Nähe sind, ob die Bachforellen der Ansicht sind, man dürfe nicht auf dem Rücken schwimmen. Solange ist ihm alles egal, bis er merkt, dass sein Verhalten seinen Freund Fred traurig macht.
Das Bilderbuch ist sehr schön gestaltet, schon auf dem Vorblatt findet man Informationen zum Lebensbereich des Aals und seiner Entwicklung in kindgerechter Form. Neben der teils sehr witzigen Geschichte kann man auch noch Einiges über den Aal lernen. Ein bisschen comichaft angehaucht und modern gestaltet mit relativ viel Text eignet sich das Buch, das uns ausgesprochen gut gefallen hat meiner Ansicht nach für etwas ältere Vorschulkinder. Schön ist außerdem, dass mit dem Kauf des Buchs Projekte eines Tierhofs unterstützt werden und das es auf umweltfreundliche Art hergestellt ist.
Liebesgeschichte mit Tiefgang
Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall
Das Buch Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall erzählt eine Geschichte in drei Erzählsträngen. Es wird vom Leben des Farmers Frank und seiner Frau Beth erzählt, es wird von Beths erster Liebe mit 17 Jahren zum später erfolgreichen Autors Gabriel erzählt, es wird von einem Prozess mit Mordanklage erzählt.
Alle drei wechseln sich Kapitelweise ab. Die Autorin hat es sehr gut verstanden uns die Hauptpersonen und ihre Persönlichkeiten näher zu bringen. Man lebt und erlebt die Geschichte von Beth, Frank und Gabriel, dessen Bruder Jimmy, seiner Frau, Gabriels Sohn und Beths verstorbenen Sohn förmlich mit. Die aktuelle Handlung wird immer wieder unterbrochen von Rückblicken auf die jugendlichen Protagonisten. Wie Risse in der Erde ist eine wunderschöne Liebesgeschichte mit vielen überraschenden Wendungen, die mich berührt hat.
Bilderbuch, das Spaß macht
Känguru Knickohr – Huhu, Känguru! Was hörst denn du? von Britta Sabbag
Das Bilderbuch Känguru Knickohr ist ein Bilderbuch, an dem Kleine aber auch Große große Freude haben. Die Leser erleben einen Tag im Leben von dem kleinen Känguru, bei dem es immer alles falsch versteht. Zähneputzen nach dem letzten Bissen - ich Kuschel mich in meine Kissen. Im Laufe des Bilderbuchs hat auch der kleine Leser verstanden, dass das Känguru absichtlich alles falsch versteht und lacht über die Verhörsätze.
Die Texte sind manchmal gereimt, immer gut verständlich und humorvoll von der Autorin Britta Sabbag geschrieben und Regen dazu an, selber Verhörsätze zu bilden. Die Illustrationen von Igor Lange sind liebevoll mit vielen kleinen Details und ebenfalls sehrhumorvoll gezeichnet. Schon das Vorsatzpapier mit dem kleinen Känguru, das sich in der Kakteenlandschaft die Schuhe anzieht ist ein echter Hingucker.
Angenehme Unterhaltung
Luzie in den Wolken von Charlotte Lucas
Luzie in den Wolken ist ein leichter Liebesroman für ein paar schöne Lesestunden. Luzie, deren Vater früh gestorben ist,wünscht sich vom Himmel einen neuen Vater und schickt diesen Wunsch mit einem Luftballon in den Himmel. Ein vom Leben enttäuschter Autor mit Schreibblockade findet den Ballon Minden Wunsch und beginnt daraus seinen neuen Roman zu schreiben.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach und angenehm zu lesen, die Kapitel fliegen nur so vorbei. Man verliebt sich schnell in Luzie, die wie ein kleines Mädchen wunderbar beschrieben ist, mal süß und lieb, ein anderes Mal trotzig und mit Wutanfällen. Auch die anderen Personen, sei es der Autor, Luzies Mutter oder deren beste Freundin, sind sympathisch und gut vorstellbar beschrieben. Besonders gut hat mir auch das Umfeld derGeschichte gefallen, der kleine Secondhand Laden, das Spielzeuggeschäft geführt von zwei alten Damen. Eine wunderbare, leichte Geschichte zum entspannen.
Wie macht der Hund
tiptoi® - Kennst du diese Tiergeräusche? von
Wie macht der Hund, die Katze , die Kuh. Das ist die übliche Frage, die jeder den kleinen Kindern beim betrachten von Tieren, Tierbildern oder Büchern stellt. Diese Frage wird im neuen Tiptoi Buch , Kennst Du diese Tiergeräusche, ausführlichst beantwortet. Es gibt jeweils eine Doppelseite zu Haustieren, Bauernhoftieren, Nachttieren, Tieren im Ozean, Tieren im Regenwald und vielen weitere Tier Kategorien.
Durch antippen mildem Tiptoistift hört der kleine Leser die Tierstimme und als teilnehmender Erwachsener lernt man auch einige Tierstimmen, die man nicht unbedingt kennt dazu. Beim antippen des jeweiligen Tiernamen, gibt es Informationen zu dem Tier, die zwar kurz aber sehr treffend und gut verständlich für die Kleinen sind. Außerdem gibt es noch Fragen zu beantworten und Lieder, die teilweise sehr bekannt sind, zu hören. Unser fast 3 jähriges Enkelkind und auch mich hat dieses Buch absolut begeistert.











