Benjamin Girstmair empfiehlt: Vorsicht!

Nun, unsporadischen LeserInnen dieser elektronischen Postille vermag ich wohl kaum einen Ursus bezüglich meinem, zwischen Dankbarkeit und empörtem Misstrauen oszillierendem Verhältnis zu chlorophyllhaltigen Lebewesen anzuknüpen.
Zum Teil, der vielleicht im Es und in übler Vorahnung angstgeschwängert in mir harrt(e), liegt dies an den furchtbaren Erfahrungen, die mit Tomacco gemacht wurden, an der Ernte in „Garden of Evil“, plückfrisch auftretenden und dennoch eiskalt mordenden Tomaten aus den 80ern, sowie ganz sicher an dem augenlosen Starren der Zimmerpflanzen, die in anklagendem Schweigen scheinbar nach Wasser verlangen. Der (ebenfalls unhörbare) Subtext offenbart jedoch ihren wirklichen Gusto: Menschenopfer!
Meinethalben belächelt den ach so ängstlichen Buchhändler, aber er und und der KOSMOS Verlag wissen es besser: Meat istmurder – Plants are carnage!
Ein falscher Blick – tot. Unbedacht eine Beere angekostet – tot. In den falschen Kelch gelunzt – tot. Zum Ausspannnen mal kurz auf eine freundliche Wiese gelegt, kaum drei Monate später ist man vom blutrünstigen Pflanzenmob eingesponnen und nach wenigen weiteren Monaten – blitzartig tot.
Ich übertreibe? Mitnichten. Aber nehmt nicht mein Wort dafür, sondern diese übersichtlichsten und mit (Ge-)Wissen zusammengetragen Seiten in Buchform, die euch über die ständige Gefahr des Ablebens durch Hämorrhagie, Atmungsversagen, Entleerung durch sämtliche Öffnungen (oder eben nicht), oder das gute alte Organversagen aufklären. Und die dazugehörigen Mörder liefert es zahlreichen Fahndungsfotos gleich dazu. Seid auf der Hut!