Benjamin Girstmair empfiehlt: Tag 4 – Fisolensalat

Unrasiert?
Wenn ja, man merkt es kaum.

Der Ablauf dürfte mittlerweile klar sein. Bestellungen bearbeiten, Lieferungen vorbereiten, mit ums Radrad gewickeltem Schloss (schon wieder) losfahren, das Übliche.

Bei einem (am Ende doch erfolgreichen) Zustellversuch zuerst bei falsch angegebener, dann falsch interpretierter Adresse angekommen (das ist eine komplizierte Geschichte).
Als ich dort dann wie vereinbart auf die Übergabe warte, sticht mir unvermittelt ein auf dem Fensterbrett ausgesetzter, wie man liest sogar servierfertiger Fisolensalat ins Auge. Kurz bevor ich entrüstet „Warum Fisolensalat?“ durch die leeren Straßen schreien konnte, riss ich mich dem Himmel sei Dank zusammen. Ansonsten hätte ich mich ohne Zweifel im Beginn eines Romans wiedergefunden – bei meinem Glück auch noch als Protagonist. Dass bei näherer Betrachtung in diesem heimtückischen Glas gar kein servierfertiger Fisolensalat enthalten war, ja überhaupt kein Fisolensalat, spielt dabei keine Rolle. Im Gegenteil.

Der weitere Lieferweg verlief nach diesen aufwühlenden und existenzbedrohenden Sekunden indes ohne gröbere Zwischenfälle. Ein sehr aufdringliches Quietschen, das vom Fahrradkorb herzurühren schon [sic!], erwies sich als kurzfristig und daher vernachlässigbar. Er steht aber ab sofort unter scharfer Beobachtung.

Soviel von mir für diesen Tag. Ich danke euch nochmal allen für die Unterstützung und die netten Worte! Nach Freude streben nicht vergessen. Niemals!