Benjamin Girstmair empfiehlt: Metaphysical, spiritual, lyrical murder

Don’t push me, cause I’m close to the edge

Worte, die man genauso zahlreichen Menschen in diesen vorweihnachtlichen Tagen wie Charon auf die Zunge legen könnte, warnend ausgespuckt wurde jene Botschaft jedoch vor Vorzeiten vom Großmeister und seiner Handvoll.
Dieser Zusammenhang ist voll des Zufalls, jedoch mit holistischem Nachklang, wird doch mit diesem Buch ein Paket aus eigentlich stärkstens ausgefransten weißen Linien geschnürt, Knotenpunkt für Knotenpunkt, bar für bar, blue note für dreckige blue note.
Das Ergebnis ist eine Wahnsinnsreise in Zeichnungen und Text (ja, Text!), Jahr für Jährchen durch die Black-Music (Jazz ausgenommen). Von Work-Songs, Minstrel-Shows (die übrigens nach Meinung ganz anderer Gemeinsamkeiten mit schönen Mädchen haben), mündend in die Geburt des Blues aus schlammigen Wasser und Begegnungen an diversen Crossroads, Bessie, Howlin‘ Wolf, funky Bootsy, Sly And The Family Stone, The Meters (meet them!), Prince und Barry White, bis hin zu anderen Blues-Babys wie der Shugarhill Gang, Biggie und 2Pac, die two MCs and one Dj, Wu-Tang bis zur Odd Future Wolfang Kill Them All (a.k.a Golf Wang) Kendrick und Beyoncé. Wahnsinn, was?
Also, wünscht sich jemand ein Glas Wasser, reiche man – nein, bitte nicht Benzin – sondern dieses Buch zur Bedürfnisstillung.