Benjamin Girstmair empfiehlt: Lieber Wirt’n als Wirt

Verstrichene Zeit verlangt nicht nur ihren zellulösen Tribut, auch ein Blick in das Nähwerkkästchen drängt sich nicht unoft auf. Aktuellem Anlass wie auch meiner Netzwerkabstinez geschuldet, nun letzteres.
Noch keine zehn Monde ist es her, da wurde der Lebensfluss eines braven Buchhändlerbübchens von bakteriösen Freibeutern befahren: Linkische Gesellen, formlos, doch organisiert und von einnehmender Persönlichkeit. So abgeentert bleibt einem nichts, als sich im Stillleben und in wohlbekömmlichen Süppchen zu üben bis Wahn und Vergeltung das Hirn aufzuklaren wissen.
Die ganze Bande der parasitären Viren nebst verwandten Berufsgruppen müsste man in seinen Kreislauf einladen, sie hofieren und in die Nase herumführen, nur um sich heimtückisch an ihrer Boshaftigkeit zu laben, kräfteraubend Verbrüderung zu heucheln und sie in ihrer Unbedarftheit vielzüngig auszuzehren. Das potemkinsche Opfer spielt die Scharade der Verwundbarkeit, in Tarnung des freundlichen Symbiotikers saugt sich der Puppenspieler des Siechtums giftend an die Lebensader der Arglosen, der Dämon des krustigen Verfalls findet seinen Brutplatz in Wänsten der Vertrauensseligkeit.
Welch neu gewonnene Kraft! Wie sie strotzt! Der Plan arglistig genug, um zu funktionieren, der Geist gewillt den Abschaum zu umarmen, das Risiko nicht unerheblich, die Umsetzung dennoch unumgänglich. Endlich, der Eintritt ins Parasit!

Anm.: Mag sein, dass dieses Buch hier schon einmal zur Empfehlung geriet, da es mir aber nun einmal in den Kram passt, sekundiere ich hiermit. Ebenfalls ist es in unserer erstklassigen ‚Pataphysikauswahl zu finden, gepriesen von vielen, ausgewählt von dem einen Fritz Ostermayer.